Julian Draxler war selber überrascht, dass sich kurz nach seiner Vertragsverlängerung bei Schalke 04 die ersten Klubs meldeten, die die festgeschriebene Ablöse von 45,5 Millionen Euro bezahlen wollten. „Bei solchen Zahlen wird auch mir schwindelig. So viel Geld ist kein Mensch wert“, so der Nationalspieler im Gespräch mit der ‚Bild‘. Kopfzerbrechen bereiteten ihm die Anfragen mehrerer Topklubs dennoch: „Ich war mit meiner Freundin Lena im Ägypten-Urlaub, saß dann alleine auf dem Balkon und habe nachgedacht.“

Entschieden hat sich Draxler am Ende für den Verbleib in Gelsenkrichen. „Letztendlich haben mein Bauchgefühl, mein Herz und die Perspektive den Ausschlag für Schalke gegeben“, berichtet der 19-Jährige, der auch die anstehende Weltmeisterschaft in seine Entscheidungsfindung eingebaut hatte, „definitiv war das auch mit ein Grund. Hier habe ich die Gewissheit, dass der Verein auf mich baut.“

Weniger Sorgenfalten bereitete dem torgefährlichen Mittelfeldspieler die Anfrage von Borussia Dortmund. Als Schalker Eigengewächs ist es für Draxler keine Option, zum Revierrivalen zu wechseln: „Einen Maulkorb werde ich mir deshalb nicht verpassen. Ich finde das ehrlich gesagt amüsant. Aber um das nochmal klar zu stellen: Sollte ich keiner Gehirnwäsche unterzogen werden, wechsele ich nie nach Dortmund.“

Sollten im kommenden Sommer andere Vereine anfragen, will Draxler sich „wieder hinsetzen, überlegen und eine Entscheidung treffen“. Ob die ‚Knappen‘ am Ende erneut als Gewinner aus dem Kopfzerbrechen des umworbenen Offensivakteurs hervorgehen, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung „kann dann natürlich auch wieder für Schalke fallen“. Muss sie aber nicht.