Talenten aus der berühmt-berüchtigten Jugendakademie La Masia eilt per se ein blendender Ruf voraus. Bei den Leistungsträgern des jeweiligen Jahrgangs kann man sich fast sicher sein, dass es mindestens für eine solide Karriere in einer der europäischen Topligen reichen wird – häufig auch für mehr. Kommt einer dieser Rohdiamanten zum Schnäppchenpreis auf den Markt, heißt es schnell sein.

So auch im Fall von Jordi Mboula. Der Rechtsaußen brillierte in der abgelaufenen Saison unter anderem in der Youth League. In neun Partien gelangen ihm acht Tore und zwei Assists. Besonders im Gedächtnis blieb das Wundertor im Duell mit Borussia Dortmund, als Mboula die schwarz-gelbe Defensive wie Slalomstangen stehen ließ.

Spätestens seit diesem Tag steht der 18-Jährige beim BVB auf dem Wunschzettel. Nach Informationen der ‚Mundo Deportivo‘ bemühen sich neben der Borussia auch Benfica Lissabon sowie die AS Monaco intensiv um die Dienste des Youngsters. Drei Klubs also, die in den vergangenen Jahren bewiesen haben, dass sie junge Spieler zu Stars formen können.

Wohin die Reise geht, hat Mboula noch nicht entschieden. Die Bemühungen des FC Barcelona, den 2018 auslaufenden Vertrag zu verlängern, scheiterten bislang. Der flinke Offensivspieler ist daher nach aktuellem Stand im Sommer für kleines Geld zu haben. Die ‚Mundo Deportivo‘ geht von einer festgeschriebenen Ablöse in Höhe von drei Millionen Euro aus. Barça will diese gerne im Zuge einer Vertragsverlängerung auf 20 Millionen erhöhen.

FT-Meinung: Für Mboula zählt in den kommenden Jahren vor allem die Aussicht auf regelmäßige Einsätze auf hohem Niveau. In Barcelona bietet man ihm die Teilnahme am Profitraining sowie Spielzeit in der zweiten Mannschaft. Überzeugen konnte man Mboula damit bislang nicht. So verrückt es klingen mag: Durch den langfristigen Ausfall von Marco Reus könnten sich die Chancen des BVB auf eines der größten Talente aus La Masia deutlich erhöhen. Ebenso ist die Entwicklung von Ousmane Dembélé ein starkes Argument auf schwarz-gelber Seite. Mboula wird aber auch wissen wollen, wer in Dortmund sein neuer Trainer wäre.