Obwohl sich ‚La Tri‘, wie die Nationalmannschaft Ecuadors im Volksmund genannt wird, eigentlich in 2850 Metern Höhe im heimischen Estadio Olímpico Atahualpa in Quito am wohlsten fühlt, wussten die Anden-Kicker im Auftaktspiel gegen die Schweiz durchaus zu überzeugen. Auch wenn man in der letzten Minute eine ganz bittere Niederlage kassierte.

Einzig Kapitän und Topstar Antonio Valencia blieb beim ersten WM-Auftritt blass und konnte die Erwartungen keinesfalls erfüllen. Ganz im Gegensatz zu seinem Namensvetter Enner Valencia. Der pfeilschnelle Angreifer stahl Top-Stürmer Felipe Caicedo die Show. Der Angreifer vom mexikanischen Erstligisten CF Pachuca wirbelte wuselig in der Offensive der Südamerikaner und war Unruheherd gegen die etwas hüftsteifen Verteidiger der Eidgenossen, Johan Djourou und Steve von Bergen.

In der 22. Minute besorgte Valencia schließlich die Führung für die Elf von Coach Rueda. Nach einem Freistoß von Linksverteidiger Walter Ayovi wurde der nur 1,74 Meter große Mittelstürmer sträflich allein gelassen, sagte artig danke und nickte ein. Anschließend nutzte der agile Valencia eine Unstimmigkeit zwischen den beiden Bundesliga-Legionären Djorou und Diego Benaglio, wetzte dazwischen, konnte dem Ball jedoch nicht mehr ausreichend Schwung mit auf den Weg geben. Von Bergen klärte kurz vor der Linie.

Nachfolger für Joselu?

Die starke Leistung des 24-Jährigen scheint auch in Deutschland nicht unbemerkt geblieben zu sein. Nach Informationen der ‚Bild‘ hat Eintracht Frankfurt ein Auge auf den pfeilschnellen Torjäger geworfen. Eintracht-Scout Bernd Hölzenbein soll in Brasilien ein besonderes Augenmerk auf den Shootingstar legen. Nach dem Abgang von Top-Torschütze Joselu (Hannover 96) fahnden die Hessen nach einem neuen Knipser. Valencia scheint eine interessante Option.

Allerdings wechselte der Ecuadorianer erst im Januar dieses Jahres für 3,3 Millionen Euro von CS Emelec nach Mexiko. Mit 23 Treffern in 27 Partien wusste er bei seinem neuen Klub zu beeindrucken und konnte in den finalen Testspielen der ‚La Tri‘ auch Nationaltrainer Rueda davon überzeugen, dass der 24-Jährige der richtige Mann für die Startelf ist.

Entsprechend wäre Valencia wohl auch für die Bundesliga respektive die Frankfurter Eintracht eine interessante Personalie. Ein Schnäppchen dürfte er aber wohl nicht sein – insbesondere, wenn er die Leistung aus dem Schweiz-Spiel konservieren kann.