Der 1. FC Köln scheint in der aktuellen Krise nicht untätig auf bessere Zeiten warten zu wollen. Laut dem ‚Express‘ sucht man vornehmlich auf den Außenbahnen, im offensiven und defensiven Mittelfeld nach Verstärkungen. Für die Sechs rückt dabei Julian Baumgartlinger in den Fokus des Effzeh. Der Spieler von Bayer Leverkusen hat 148 Einsätze in der Bundesliga vorzuweisen und ist als Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft ein absoluter Leader auf dem Platz.

Erfahrung und Charakter sind Eigenschaften, die die Kölner zurzeit dringend gebrauchen können. Die Rheinländer stehen aktuell mit einem Zähler auf dem letzten Tabellenplatz der Liga. Doch Manager Jörg Schmadtke und Trainer Peter Stöger verschwenden keine Energie mit aufkommenden Gerüchten um ihre Zukunft. Es soll vielmehr ein Plan her, um den Bock umzustoßen und wieder erfolgreicher Fußball zu spielen. In diesem Plan stellen mögliche Winterverpfichtungen wohl einen großen Faktor dar.

Baumgartlinger schon im Sommer Wunschlösung

Dazu kommt, dass der 29-Jährige schon im Sommer ganz oben auf Stögers Wunschliste stand. Bereits im August sagte Schmadtke: „Den hätte mein Trainer gerne.“ Ein Transfer ließ sich damals jedoch nicht realisieren. Wohl auch, weil Leverkusens Neu-Trainer Heiko Herrlich sich erst ein Bild von dem Abräumer machen wollte. Doch nach sieben Spieltagen ist klar, dass Baumgartlinger auch in dieser Saison keinen Stammplatz innehat. Herrlich setzt nur sporadisch auf ihn. Zuletzt stand er gegen den FC Schalke sogar nicht im Spieltagskader. Insgesamt hat er erst 101 Pflichtspielminuten absolviert.

Die Voraussetzungen für einen neuerlichen Anlauf der Geißböcke bei Baumgartlinger scheinen gegeben. Auch der Spieler selbst dürfte Interesse an mehr Spielzeit haben. Köln ist dabei in der Amtszeit von Duo Schmadtke/Stöger ein taktisch flexibel auftretender Klub. Das dürfte auch dem ehemaligen Mainzer gefallen. Zudem haben die Kölner aufgrund der Einnahmen aus dem Modeste-Transfer auch die finanziellen Möglichkeiten, um die Ablösesumme und das Gehalt bei einem Wechsel zu stemmen.

PlausibelFT-Meinung: Der Transfer hätte aus Kölner Sicht schon im Sommer Sinn ergeben und wäre wohl ein Schüssel für eine bessere Rückrunde. Allerdings könnten die Leverkusener dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung machen. Der Werksklub müsste sich sicherlich um eine Alternative im defensiven Mittelfeld bemühen, um auf Sperren und Verletzungen reagieren zu können. Das scheint aufgrund der geringen Wertschätzung durch Herrlich für Baumgartlinger jedoch plausibel.