Sportlich läuft es für Eintracht Frankfurt derzeit mehr als rund. Ein starker vierter Platz in der Bundesliga, die Halbfinal-Teilnahme im DFB-Pokal – die SGE übertrifft die zu Saisonbeginn gesteckten Erwartungen. Das schlägt sich auch auf dem Transfermarkt nieder. „Viele Spieler, auch von großen Agenturen, wollen plötzlich mit uns reden“, stellte Sportchef Fredi Bobic in einem gestrigen Interview mit der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘ fest.

Auch Vertragsverlängerungen mit etablierten Spielern fallen vor dem Hintergrund sportlichen Erfolgs leichter. Laut dem ‚kicker‘ wird Defensivallrounder Makoto Hasebe seinen auslaufenden Vertrag wohl um ein weiteres Jahr verlängern. „Bevor er zur japanischen Nationalmannschaft geflogen ist, haben wir uns lange sehr gut unterhalten. Makoto ist ein Super-Profi“, erklärt Bobic dem Fachblatt.

Wenig Hoffnung bei Hradecky

Anders sieht die Lage bei Torwart Lukas Hradecky aus. Auch der Vertrag des Finnen läuft aus. Dass dieser jedoch bei der SGE noch einmal verlängert, ist unwahrscheinlich. Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen wurden mit dem 28-Jährigen zuletzt in Verbindung gebracht. Gänzlich die Hoffnung aufgegeben hat Bobic jedoch noch nicht: „Soweit ich weiß, hat er noch nirgendwo unterschrieben. Wenn ein Signal kommt, kann man sich immer zusammensetzen.

Während die Frankfurter bei Hradecky also auf ein Zeichen der Spielerseite warten, hat man bei Innenverteidiger Carlos Salcedo die Zügel selbst in der Hand. Der Mexikaner ist derzeit von Deportivo Guadalajara ausgeliehen, per Kaufoption über rund 2,5 Millionen Euro könnte man ihn jedoch fest verpflichten.

Eilig hat Bobic es dabei nicht: „Er hat schon richtig gute Sachen gemacht. Es ist immer gut, wenn ein Spieler schon ein Jahr da ist und gezeigt hat, was er draufhat; dann sehe ich das eher erst mal positiv. Aber wir schauen uns die weitere Entwicklung an, die Option ist noch lange nicht abgelaufen.“ Wie die Kaderplanung abseits des Trios aussehen wird, hängt auch von der Endplatzierung in der Bundesliga ab. „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“, ist sich Bobic jedoch sicher.