Eigentlich hätte die deutsche U17-Auswahl den EM-Titel im Mai dieses Jahres mehr als verdient gehabt. Souverän war die Truppe von Stefan Böger in Slowenien ins Finale eingezogen. Bis eine Minute vor Schluss führte das Team mit 1:0 gegen die Niederlande. Es folgten der späte Ausgleich und die Niederlage im Elfmeterschießen.

Prägende Figuren bei dem Turnier waren Marc Stendera (16) und Marc-Oliver Kempf (17). Beide spielen bei Eintracht Frankfurt und gehören im Überraschungsteam der Saison zu den großen Hoffnungsträgern für die Zukunft. „Wir wollen sie unbedingt behalten“, sagt Manager Bruno Hübner, der den Youngsters laut ‚Bild‘ unterschriftsreife und bis 2015 datierte Profiverträge vorgelegt hat.

Und die Chancen, dass die beiden unterschreiben, stehen sehr gut. „Wenn ich in den nächsten Tagen meinen ersten Profi-Vertrag unterschreibe, geht ein Traum in Erfüllung, darauf habe ich lange gewartet“, freut sich der offensive Mittelfeldspieler Stendera, der eine starke Saisonvorbereitung absolvierte.

Ähnlich gute Karten haben die Hessen bei Kempf. Dem Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld agieren kann, gehört bei der Eintracht die Zukunft. „Das ist ein robuster Bursche“, lobte Veh schon vor Monaten. Nach Sebastian Jung, Sebastian Rode und Sonny Kittel könnten schon bald die nächsten Eigengewächse den Sprung ins Profiteam schaffen.