37 Millionen Euro kassierte der FC Schalke 04 im Sommer für Julian Draxler. Theoretisch wäre also ausreichend Budget vorhanden gewesen, um für adäquaten Ersatz zu sorgen. Das Problem: Weil Draxler sich erst am letzten Transfertag in Richtung VfL Wolfsburg verabschiedete, blieb Horst Heldt schlichtweg keine Zeit mehr zu reagieren. Viele warfen dem Schalker Manager im Anschluss Missmanagement vor. Schließlich hätte er sich auf den Draxler-Verkauf besser vorbereiten können.

Schnee von gestern, wird man bei ‚Königsblau‘ nun sagen. Hinzu kommt, dass Heldt im Sommer ohnehin von Christian Heidel abgelöst werden soll. Einen großen Coup möchte der ausgemusterte Manager allerdings vor seinem Abschied noch landen: Auf der Agenda steht die Verpflichtung von Renato Augusto. „Ein interessanter und exzellenter Spieler“, schwärmt Trainer André Breitenreiter via ‚Sport Bild‘ von dem ehemaligen Leverkusener, der schon zwischen 2008 und 2013 sein Können in der Bundesliga zeigte.

Elf-Millionen-Budget

Elf Millionen Euro stehen den Schalkern laut Informationen der ‚Bild‘ im Winter für Neuzugänge zur Verfügung. Den Augusto-Deal, der rund zehn Millionen Euro verschlingen würde, könnte ‚Königsblau‘ somit stemmen. Allerdings bliebe Heldt dann kaum noch Raum für die geplante Verpflichtung eines neuen Sechsers.

Gut möglich, dass Wunschkandidat Gökhan Inler auf Leihbasis nach Gelsenkirchen kommt. Den 31-jährigen Schweizer wollte Heldt bereits im Sommer zu den ‚Knappen‘ lotsen, doch Inler entschied sich für Leicester City. An der sensationellen Erfolgsgeschichte des englischen Tabellenführers hat er jedoch nur geringen Anteil. Insgesamt stand der Mittelfeld-Abräumer in der Premier League lediglich 127 Minuten auf dem Feld.

Es werden also arbeitsreiche Wochen für den scheidenden Heldt. Sollten sowohl Augusto als auch Inler kommen, könnte sich der Noch-Manager in Würde verabschieden.