Der FC Schalke 04 geht mit Jens Keller als Trainer in die Rückrunde. Manager Horst Heldt installierte den ehemaligen B-Jugend-Coach der ‚Knappen‘ überraschend nach der Entlassung von Huub Stevens als Cheftrainer und hatte sich ein schnelles Ende der Talfahrt erhofft. Kellers Einstand beim Pokal-Aus gegen Mainz 05 (1:2) war allerdings ebenso unglücklich wie beim desaströsen Auftritt im Testspiel gegen den FC Bayern München (0:5) zuletzt.

Der Stuhl des neuen Trainers ist bereits vor dem ersten Bundesligaspiel der Schalker unter seiner Leitung angesägt. Dementsprechend spekulieren englische Medien darüber, wer Nachfolger des 42-Jährigen werden könnte. Dem ‚Daily Mirror‘ zufolge ist der Niederländer Martin Jol ein Kandidat beim Champions League-Teilnehmer. Der Ex-Coach des Hamburger SV steht aktuell beim FC Fulham an der Seitenlinie. Mit den ‚Cottagers‘ liegt der 56-Jährige auf einem durchwachsenen 13. Platz. Dennoch sitzt Jol fest im Sattel, sein auslaufender Vertrag soll verlängert werden – wenn Schalke nicht dazwischenfunkt.

Noch will sich Heldt von den negativen Schlagzeilen um Keller allerdings nicht anstecken lassen. „Ich beurteile die Arbeit von Jens Keller danach, wie er sich bei der Mannschaft präsentiert. Und da kann man einfach nicht außer Acht lassen, dass er das gut macht und den Spielern einen Plan mitgibt. Ich bin überzeugt, dass seine Arbeit fruchten wird“, zeigte sich der Sportdirektor zuletzt optimistisch. Keller selbst ist sich des Drucks bewusst, der auf ihm lastet. „Wir haben wenig Zeit“, gab er kürzlich zu Protokoll. Dies gilt wohl vor allem für ihn persönlich.