Mit Breno wollte der FC Bayern einst den nächsten Abwehr-Star aus Brasilien in die Bundesliga holen. Was passierte, war sowohl sportlich als auch menschlich ein Desaster: Breno hatte im September 2011 betrunken eine von ihm gemietete Villa in Grünwald in Brand gesetzt. In Folge dessen wurde der zu diesem Zeitpunkt 21-Jährige zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Auch vor seiner Straftat konnte sich der kantige Verteidiger nie beim amtierenden deutschen Meister durchsetzen.

Nun scheint es aber für den Brasilianer endlich bergauf zu gehen. Wie der heute 24-Jährige dem brasilianischen TV-Sender ‚TV Globo‘ mitteilte, hat der FC São Paulo Interesse an einer Rückkehr seines Ex-Spielers, sobald dieser seine Haftstrafe in Deutschland abgesessen hat. São Paulo-Coach Muricy Ramalho adressierte schon eine Botschaft an Breno: „Wir warten auf dich.

Schon vor seinem Wechsel zum FC Bayern spielte der Innenverteidiger in der brasilianischen Millionen-Metropole und stammt sogar aus der eigenen Jugend. Aktuell ist Breno vereinslos, darf seit August aber als Freigänger die Justizvollzugsanstalt Stadelheim in München verlassen und sich bei den Bayern auf sein Leben nach der Entlassung vorbereiten. Dabei greift er dem Leiter des Jugendleistungszentrums unter die Arme. Zudem darf er mit der U23 trainieren, die aktuell Tabellenführer in der Regionalliga Bayern ist.