Auch wenn es unter Jupp Heynckes für den FC Bayern München sportlich kaum besser laufen könnte, ist die Trainerfrage beim Rekordmeister nach wie vor ungeklärt. Zwar verwies Karl-Heinz Rummenigge am gestrigen Dienstag auf Aussagen des Trainers, die als „Rolle rückwärts“ interpretiert wurden. Doch allzu große Hoffnungen auf einen Heynckes-Verbleib wird die Bayern-Führung wohl nicht haben.

Laut der ‚Sport Bild‘ geht man bei den Bayern intern davon aus, dass Heynckes im Sommer endgültig seine Trainerkarriere beendet. Deshalb beschäftigt man sich in München längst mit potenziellen Nachfolge-Kandidaten. Thomas Tuchel sei hierbei nach wie vor der Favorit.

Der Kontakt zwischen dem ehemaligen BVB-Trainer und den Münchnern soll in den vergangenen Monaten nie abgerissen sein. Rummenigge gilt klubintern als größter Befürworter Tuchels. Konkrete Gespräche zwischen dem 44-Jährigen und den Bayern hat es aber offenbar noch nicht gegeben. Auch ein Treffen zwischen Tuchel und der kompletten Bayern-Führung habe noch nicht stattgefunden.

Dies liegt auch an Uli Hoeneß, der sich weiterhin für einen Verbleib von Heynckes stark macht. Gegen eine Tuchel-Verpflichtung sperre sich der Klubpräsident jedoch nicht kategorisch. Laut der ‚Sport Bild‘ sei Hoeneß „nicht gegen Tuchel – aber für Heynckes.“ Die Trainersuche bei den Bayern scheint also unverändert davon abzuhängen, wie sich Heynckes entscheidet. Sollte er noch ein Jahr verlängern, könnte Tuchel anschließend jedoch vom Markt sein. Auch der FC Arsenal hat Interesse.

Müller über Tuchel

Thomas Müller wäre wohl mit beiden Szenarien zufrieden. „Ich hatte ihn selbst nie als Trainer, deswegen kann ich ihn natürlich schwer einschätzen. Der Fußball des BVB hatte eine gute Struktur und der sportliche Erfolg war ebenfalls gegeben“, äußert sich der Führungsspieler, „mal sehen, was in den nächsten Wochen und Monaten so passiert.“