Nach wochenlangen zähen Verhandlungen droht der Transfer von Wunschspieler Javi Martínez zu Bayern München offenbar endgültig zu scheitern. In den vergangenen Tagen arbeiteten die Anwälte des Rekordmeisters unter Hochdruck daran, die komplizierten juristischen und steuerrechtlichen Hürden aus dem Weg zu räumen, die den Wechsel bisher verhindert hatten. Die Bemühungen waren offenbar vergeblich.

Es sieht im Moment nicht so gut aus, dass der Transfer klappt“, zitiert der Nachrichtensender ‚n-tv‘ Bayern-Präsident Uli Hoeneß, „weil die Leute in Bilbao sehr, sehr stur sind und offensichtlich alle Möglichkeiten ausnutzen, um den Transfer zu verhindern.“ Allem Anschein nach ist es Bilbao-Präsident Josu Urrutia gelungen, die Verantwortlichen an der Säbener Straße mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

Mit dem 23-jährigen Defensiv-Allrounder waren sich die Bayern bereits einig. Laut Hoeneß hat Martínez eingewilligt, für die kommenden fünf Jahre „auf relativ viel Geld zu verzichten, so dass die Ablösesumme sich mindestens um acht bis zehn Millionen Euro reduzieren würde.“ Dabei würde es sich selbst für Münchner Verhältnisse „immer noch um einen Wahnsinnsbetrag handeln.“ Völlig zu den Akten legen sollte man die Personalie Martínez nach den Wendungen der vergangenen Wochen jedoch nicht.