Am Dienstag erhielt man beim FC Bayern München schon einmal so etwas wie einen Vorgeschmack. So ungefähr könnte es in der kommenden Saison häufiger laufen, sofern Arjen Robben und Franck Ribéry ihre auslaufenden Verträge verlängern sollten.

Beide brachten ihren Unmut über den Bankplatz beim 5:0 über Besiktas deutlich zum Ausdruck. Robben konnte sich vor laufender Kamera so gerade noch bremsen, Ribéry verließ wortlos die Allianz Arena. Ein Szenario, das sich die Bayern-Bosse in Zukunft gerne sparen würden. Denn bei allem verständlichen Ehrgeiz würde dies irgendwann zwangsläufig Unruhe in die Mannschaft bringen.

Verlängerungen nur unter einer Bedingung

Karl-Heinz Rummenigge und Co. knüpfen die Unterschriften bei Robbery deshalb an eine ganz bestimmte Bedingung. Eine Zukunft an der Säbener Straße haben die alternden Superstars nur, wenn sie bereit sein sollten, den Status als Einwechselspieler zu akzeptieren – was im Umkehrschluss natürlich nicht heißt, dass sie per se lediglich für die Jokerrolle vorgesehen sind.

Doch in München möchte man den Kader auf den offensiven Außenbahnen breiter aufstellen. Serge Gnabry kehrt nach seiner Leihe ohnehin zurück, daneben soll ein weiterer Flügelflitzer kommen. Demnächst würden sich folglich fünf Kandidaten um zwei Positionen streiten.

FT-Meinung: So etwas nennt man dann wohl eine klassische Zwickmühle. Auf der einen Seite würden die Bayern ihre verdienten – und nach wie vor hochklassigen – Stars gerne mit einem neuen Vertrag ausstatten. Auf der anderen Seite soll ein Umbruch her, den der Verbleib der beiden kaum zulassen würde.