Bevor Eintracht Frankfurt heute beim 1. FC Köln (18.30 Uhr) auswärts antritt, stehen die Hessen erst bei vier Punkten aus vier Spielen. Zwar verliefen die Partien meist offen und aus Sicht der Frankfurter unglücklich, doch sicherlich hatten die Verantwortlichen sich mehr erhofft.

Im Duell mit dem Tabellenletzten aus Köln werden nun die Weichen für die nächsten Wochen gestellt. Trainer Niko Kovac gibt offen zu: „Es ist klar, dass wir uns insgesamt den ein oder anderen Punkt mehr zum Start gewünscht haben.“ Zudem gibt er Einblicke in die aktuellen Transferentscheidungen: „Wir haben im Sommer bewusst einen großen Kader zusammengestellt. Denn die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass das nötig ist.“ Doch schon zum Ende der Saison könnte die Lage am Main ganz anders aussehen. Es laufen einige Verträge von Leistungsträgern aus.

Lukas Hradecky: Der Keeper ist unumstrittener Stammspieler. Allerdings entschied er sich im Sommer gegen eine Vertragsverlängerung. Somit scheint klar, dass der finnische Nationaltorwart seine Zelte bei der SGE nach drei Saisons abbrechen wird. Nach starken Leistungen bei der Eintracht sucht er wohl die Herausforderung bei einem anderen Klub.

Alex Meier: Der Kapitän der Frankfurter hat diese Saison noch keine Minute auf dem Feld gestanden. Er laboriert derzeit an Borreliose und es ist noch völlig offen, wann er wieder eingreifen kann. Trotz seiner Verdienste für den Klub stellt er mit 34 Jahren nicht die Zukunft des Teams da. Somit ist fraglich, ob Meier auch nächstes Jahr noch dem Kader angehören wird.

Makoto Hasebe: Japans Kapitän stellt seinen sportlichen Wert aktuell als zentraler Part der Dreierkette unter Beweis. Wenn er fit ist, spielt er unter Kovac Stamm. Doch auch sein Alter wird in den Verhandlungen über einen neuen Vertrag eine Rolle spielen. Immerhin ist der Routinier schon 33 Jahre alt. Mit Gelson Fernandes und Omar Mascarell hat man zudem noch zwei Akteure ähnlicher Prägung.

Ante Rebic: Der Kroate geht in seine zweite Saison bei Frankfurt. Erneut hat Sportdirektor Bruno Hübner den Angreifer vom AC Florenz ausgeliehen. In den beiden bisherigen Einsätzen brauchte der 23-jähige keine lange Anlaufzeit, um gefährlich zu werden. Die Eintracht dürfte an einer Zusammenarbeit über den Sommer hinaus interessiert sein und gute Chancen: man besitzt eine Kaufoption.

Carlos Salcedo: Der mexikanische Neuzugang ist zunächst für eine Spielzeit von Guadalajara ausgeliehen. Niko Kovac zeigte sich von Beginn an begeistert über die Verpflichtung und gibt dem Innenverteidiger, seit er wieder fit ist, regelmäßige Spielzeit. Deswegen kann davon ausgegangen werden, dass eine feste Verpflichtung angestrebt wird. Die SGE hat es dank Kaufoption in der eigenen Hand.

Marius Wolf: Der junge Außenbahnspieler ist lediglich von Hannover 96 ausgeliehen. Nach guten Ansätzen verletzte sich Wolf schnell und ist nur noch bis zum nächsten Sommer an Frankfurt gebunden. Ob die Eintracht bereit ist, eine Ablöse für den 22-jährigen zu bezahlen, ist fraglich.

Slobodan Medojevic: Nur eine Statistenrolle hat der defensive Mittelfeldmann unter Kovac inne. Der Saisonstart zeigt, dass Kovac ihn für entbehrlich hält. Eine Vertragsverlängerung ist unwahrscheinlich, zumal der Serbe schon in diesem Sommer hätte wechseln dürfen.

Darüber hinaus laufen noch die Kontrakte der beiden Jungspunde Sahverdi Cetin und Deji Beyreuther aus, deren Zukunft in Frankfurt ebenfalls ungewiss ist.