In der laufenden Saison kam Nils Petersen bei lediglich einer Ligapartie nicht zum Einsatz. Eigentlich eine Bilderbuch-Statistik. Die Detailbetrachtung zeigt allerdings, dass der Stürmer sage und schreibe 16 Mal eingewechselt wurde. Zwar ist der 28-Jährige unter Christian Streich meist der erste Einwechselspieler und spielt häufig mehr als eine halbe Stunde, vollends zufrieden kann der Mittelstürmer damit aber nicht sein. Der englische Zweitligist Huddersfield Town will dem Edelreservisten nun eine Alternative offerieren.

Nach Informationen der ‚Bild‘ beschäftigt sich der Dritte der englischen zweiten Liga mit Petersen und will ihn im Sommer auf die Insel locken. Die Terriers haben dank Cheftrainer David Wagner bereits gute Erfahrungen mit deutschen Importen gemacht. Im vergangenen Jahr schlugen mit Chris Löwe, Christopher Schindler, Michael Hefele und Elias Kachunga vier frühere deutsche Erst-, Zweit- und Drittligisten den Weg nach Yorkshire ein.

Da auf Letztgenannten mittlerweile gleich drei Premier League-Klubs aufmerksam wurden, schaut sich Wagner offenbar bereits nach einem neuen Stürmer aus Deutschland um. Petersen steht im Breisgau noch bis 2019 unter Vertrag und fühlt sich trotz seiner Reservistenrolle wohl. Huddersfield könnte den Silbermedaillengewinner von Rio aber reizen. Vor allem dann, wenn der Klub tatsächlich den Premier League-Aufstieg packen würde.

PlausibelFT-Meinung: Obwohl Petersen fast ausschließlich von der Bank kommt, ist er für Streich ein überaus wichtiger Bestandteil des Kaders. Sollte der Musterprofi aber im Sommer um seine Freigabe bitten, da er das Abenteuer England in Angriff nehmen will, könnte ihm der Sportclub aufgrund seines tadellosen Verhaltens den Wechsel gestatten. Zumal die Freiburger auf eine stattliche Ablöse pochen könnten.