Es liegt in der Schnelllebigkeit des Fußballs begründet, dass Leihspieler Reece Oxford bereits als Transferflop abgeschrieben wurde. Der etatmäßige Innenverteidiger kam bei Borussia Mönchengladbach erst Ende Oktober zu seinem einminütigen Bundesligadebüt. Bis zum gestrigen Dienstag musste er auf der Auswechselbank auf seinen nächsten Einsatz warten. Direkt wurde über ein vorzeitiges Ende des Leihgeschäfts im Winter spekuliert. Man hatte befürchtet, West Ham United würde ihn zurückholen wollen.

Dort bewertet man die Situation aber offenbar völlig anders. Wie die ‚Sun‘ berichtet, wollen sich die Hammers im Winter gar dauerhaft vom Eigengewächs trennen. Demnach spielt der Youngster in den Plänen des neuen Trainers David Moyes keine Rolle.

Der Schotte, der vor rund einem Monat bei den Londonern übernahm, will Oxford zu Geld machen und bietet ihn den Gladbachern für überschaubare rund sieben Millionen Euro an. Am Niederrhein wird man über die Chance, den fünffachen englischen U20-Nationalspieler dauerhaft unter Vertrag nehmen zu können, wohl nicht allzu lange nachdenken.

Er kann noch sehr wichtig werden und hat sich gut entwickelt. Unser Wunsch ist klar, dass er bleibt und sich durchsetzt. Aber das letzte Heft des Handelns hat jetzt West Ham in der Hand. Bis heute ist der Klub aber nicht an uns herangetreten um ihn vorzeitig zurückzuholen“, war sich Manager Max Eberl vor wenigen Tagen sicher, „wir sind mit seinem Verein, dem Berater und dem Spieler im Austausch. Unsere Intention ist es, dass er mindestens das volle Jahr hier bleiben soll. Wir sind sehr zufrieden mit ihm, auch wenn es die Einsätze für ihn noch nicht hergeben.

PlausibelFT-Meinung: Die Gladbacher haben den 18-Jährigen behutsam an das Bundesliganiveau herangeführt. Die geduldige Taktik scheint sich nun zum Vorteil zu entwickeln. Auch wenn man noch nicht endgültig abschätzen kann, ob der Youngster sein enormes Potenzial dauerhaft abrufen wird, ist der von West Ham aufgerufene Preis überaus verlockend.