36 Spieler umfasst der Kader des SV Werder Bremen – mit großem Abstand die meisten aus der Bundesliga. Es folgen Wolfsburg mit 33 sowie Schalke, Mainz und Frankfurt mit je 32 Profis. Für Werder-Sportchef Frank Baumann bedeutet das aktuell viel Arbeit. Denn es gilt, möglichst viele der sportlich ausgemusterten Akteure von der Gehaltsliste zu streichen.

Insgesamt gebe es bis zu acht Kandidaten, die Bremen im Winter verlassen könnten, berichtet der ‚kicker‘. Von den Leuten, die es in den vergangenen Wochen unter Alexander Nouri zumindest noch ab und an in den Spieltagskader schafften, stehen Defensivallrounder Lukas Fröde und Linksverteidiger Jannek Sternberg zum Verkauf. „Wir sind im Winter gesprächsbereit“, bestätigt Baumann mit Blick auf die beiden.

Lange Verkaufsliste

Nicht eingeplant sind zudem Melvyn Lorenzen, Sambou Yatabaré und Fallou Diagne, dessen Berater allerdings betont, dass sein Klient nicht mit dem Gedanken spielt, Werder nach nur einem halben Jahr schon wieder zu verlassen. Außerdem, so der ‚kicker‘, denkt die Sportliche Führung der Bremer darüber nach, einen Mittelstürmer zu verkaufen. Kandidaten sind Sommerneuzugang Lennart Thy und US-Nationalspieler Aron Jóhannsson.

Darüber hinaus steht auch Thanos Petsos auf dem Prüfstand. Der Mittelfeldspieler, der ebenfalls erst vor der Saison an die Weser gewechselt war, konnte sich bislang nicht dauerhaft behaupten. Erschwerend kommt hinzu, dass im Januar mit Thomas Delaney ein weiterer Konkurrent für die Zentrale zum SV Werder wechselt. „Ich gebe nicht auf“, sagte Petsos zwar zuletzt. Gute Aussichten auf regelmäßige Einsätze hat er allerdings nicht.

Nicht zum Verkauf stehen laut ‚kicker‘ hingegen die Brüder Maximilian und Johannes Eggestein, die den Anschluss unter Nouri ein Stück weit verloren haben. Auch Ulisses García, dem alle gute Trainingsleistungen bescheinigen, habe seinen Platz vorerst sicher.

FT-Meinung: Mit Diagne, Petsos und Thy stehen drei Neuzugänge aus dem Sommer schon wieder mehr oder weniger auf dem Abstellgleis. Die beiden Letztgenannten sind allerdings Eichin-Verpflichtungen und können Baumann nicht angekreidet werden. Nun liegt es an dem Sportdirektor, die Fehler aus der Vergangenheit auszumerzen. Es dürfte nicht einfach werden, für alle Genannten zahlungswillige Abnehmer zu finden.