Seit Christian Heidel am Ernst-Kuzorra-Weg das Sagen hat, verlängerte bei Schalke 04 kein Leistungsträger mehr seinen Vertrag. Einzig die Youngster Bernard Tekpetey, Luke Hemmerich, Alexander Nübel und Weston McKennie konnte der Sportvorstand überzeugen, neue Arbeitspapiere bei S04 zu unterzeichnen.

Bei Sead Kolasinac, den man nur zu gern beim Revierklub gehalten hätte, gelang dies nicht, wenn auch vor allem aus monetären Gründen. „Außer mit Sead wollten wir mit keinem Spieler, der uns verlassen hat, den Vertrag verlängern“, blickt Heidel im ‚kicker‘ zurück. Klaas Jan Huntelaar, Dennis Aogo oder Eric Maxim Choupo-Moting sollten den Verein entsprechend verlassen.

Ein ähnliches Problem wie mit Kolasinac deutet sich seit inzwischen mehreren Monaten bei Leon Goretzka und Max Meyer an, deren Verträge im Sommer auslaufen. Meyer kündigte an, nicht verlängern zu wollen. Und Goretzka kann sich wohl aussuchen, wohin seine Reise am Saisonende führt.

Perspektive wenig überzeugend

Topklubs wie der FC Barcelona, der FC Bayern oder Manchester United stehen Schlange, nicht erst seit seiner Gala gegen Aserbaidschan. Selbst zehn Millionen Euro jährlich, die Schalke seinem Schlüsselspieler bei einer Verlängerung in Aussicht stellt, plus weitere Zugeständnisse werden wohl nicht ausreichen.

Und auch Thilo Kehrer, dessen Vertrag immerhin noch bis 2019 gültig ist, ziert sich bezüglich eines Treuebekenntnisses zu Königsblau. Die Knappen möchten den Kontrakt ausweiten. Das 21-jährige Eigengewächs findet, es sei noch nicht an der Zeit, darüber zu sprechen. Nicht zuletzt, weil Schalke mit der sportlichen Perspektive derzeit nicht mehr überzeugen kann. Verantworten muss sich dafür vor allem ein Mann: Christian Heidel.