Transferabsagen handelt sich auch der große FC Bayern mitunter ein. So der Fall bei Kai Havertz, für den die Münchner vor einigen Wochen ein Angebot über 90 Millionen Euro bei Bayer Leverkusen eingereicht hatten. Die Absage folgte auf dem Fuße.

Karl-Heinz Rummenigge berichtete im Anschluss gegenüber der ‚Sport Bild‘ von einem Gespräch mit Rudi Völler: „Er sagte mir: Es gibt in Leverkusen einen Beschluss […], dass der Spieler auf jeden Fall in der nächsten Saison in Leverkusen spielen wird.“

Geheimtreffen mit Havertz-Berater

Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass die Bayern die Personalie nun mit weniger Enthusiasmus angehen. Im Gegenteil: Laut ‚tz‘ fand im Vorfeld des Länderspiels gegen Estland (8:0) ein Treffen zwischen Bayern-Chefscout Marco Neppe und Havertz-Berater Hannes Winzer von der Agentur Spielerrat statt. Thema des Gesprächs sei die „mögliche künftige Rolle des 20-Jährigen beim Rekordmeister“ gewesen.

Daraufhin sei Neppe zu Gast im Stadion gewesen, um Havertz noch einmal persönlich unter die Lupe zu nehmen. Löw-Vertreter Marcus Sorg tat dem Bayern-Vertreter allerdings nicht den Gefallen und beließ Havertz 90 Minuten auf der Bank. Aber auch so weiß man in München sehr gut, über welch außergewöhnliche Qualitäten der gerade erst 20-Jährige verfügt.

In GesprächenFT-Meinung: Das Veto aus Leverkusen scheint für diesen Sommer unumstößlich. Umso wichtiger ist es aber aus bayrischer Sicht, Havertz und sein Beraterteam peu à peu vom Wechsel an die Säbener Straße zu überzeugen. 2020 könnte es so weit sein. Mit dann 21 Jahren wäre der elegante Linksfuß definitiv bereit für den nächsten Schritt.