Christian Heidels Zukunft als Sportvorstand von Schalke 04 ist nicht in Stein gemeißelt. Der Vertrag des 55-Jährigen läuft 2020 aus, dem ‚kicker‘ zufolge „deutet weniger auf eine darüber hinaus andauernde Zusammenarbeit hin“.

Das Fachblatt geht sogar noch einen Schritt weiter und verrät, dass „eine Trennung gar nach dieser Saison intern nicht mehr gänzlich ausgeschlossen“ wird. Hintergrund: S04 spielt eine enttäuschende Saison, in der Heidels Transfers nicht zünden.

Bestes Negativbeispiel ist Sebastian Rudy, der für 16 Millionen Euro vom FC Bayern kam. Der schmächtige, aber spielstarke Sechser fremdelt mit dem Schalker Hau-Ruck-Stil. Das war absehbar, umso unverständlicher der teure Einkauf.

Einkaufstour im Sommer

Die Sommerzugänge Omar Mascarell, Mark Uth, Hamza Mendyl, Suat Serdar, Salif Sané, Steven Skrzybski kosteten zusammen weitere 37 Millionen Euro. Zu überzeugen wissen aber nur die beiden Letztgenannten.

Zudem gelang es nicht, die Juwelen Leroy Sané, Thilo Kehrer, Max Meyer und Leon Goretzka (länger) zu halten. Die teuren Stars Yevhen Konoplyanka, Nabil Bentaleb und Breel Embolo erreichten außerdem nie das gewünschte Niveau.

FT-Meinung: In der vergangenen Saison sicherte sich Schalke noch die Vizemeisterschaft und wähnte sich im Aufwind. Unter dem Strich droht nun aber in drei Jahren Heidel zum zweiten Mal das Verpassen des europäischen Wettbewerbs. Den Sportchef könnte das den Job kosten. Wie der ‚kicker‘ richtigerweise feststellt, besitzt mittlerweile jeder Schalke-Spieler einen mit Heidel ausgehandelten Vertrag. Entsprechend muss sich der ehemalige Mainzer am jetzigen Kader messen lassen. Und dieser wird den hohen Ansprüchen ganz offensichtlich nicht gerecht.