Hertha BSC schließt einen Abschied von John Anthony Brooks offenbar mittlerweile nicht mehr aus. Der ‚kicker‘ berichtet, dass man einen Verkauf des Abwehrhünen erwägt, um Youngster Jordan Torunarigha noch mehr Spielzeit zu sichern. Der 19-Jährige erzielte beim 2:0-Erfolg beim SV Darmstadt am vergangen Sonntag sein erstes Bundesligator im siebten Einsatz.

Für Brooks lag schon im vergangenen Sommer eine lukrative Offerte vom FC Watford vor, auch Schalke 04 und der VfL hatten angefragt. Die Hertha pochte jedoch auf einen Verbleib des Eigengewächses. Brooks’ starke Saison dürfte den Marktwert noch einmal erhöht haben, sodass der 24-Jährige für die Berliner zum Gesicht einer saftigen Ablösesumme werden könnte.

Brooks liebäugelt mit Abgang

Im bis 2019 datierten Vertrag ist keine Ausstiegsklausel verankert. Entsprechend wäre der Preis für den passstarken Linksfuß im Sommer frei verhandelbar. Eine Aussage des US-Nationalspielers aus dem Februar dürfte weitere Interessenten angelockt haben. Damals sagte er: „Wenn es für Hertha passt und für mich, ist ein Wechsel vorstellbar. Dann werde ich mich nicht dagegen sträuben, eine neue Herausforderung anzunehmen.“

Prinzipiell soll bei der Alten Dame im Sommer aber kein großer Umbruch ins Haus stehen, berichtet der ‚kicker‘. Die kurz bevorstehende Qualifikation für die Europa League eröffnet Michael Preetz zwar Spielraum auf dem Transfermarkt, für verrückte Deals ist Herthas Rekordtorschütze aber nicht bekannt. Bleiben soll auf jeden Fall Allan, die Leihgabe des FC Liverpool.

Preetz bestätigt: „Wir haben in Liverpool unseren Wunsch, Allan ein weiteres Jahr zu leihen, hinterlegt. Die Engländer sind prinzipiell dazu bereit, aber sie sähen es gern, wenn wir fix in der Europa League sind.“ Bei einem Sieg gegen Bayer Leverkusen am kommenden Samstag wäre die Qualifikation für die Europa League perfekt.

FT-Meinung: Gut vorstellbar, dass Brooks sich die Gelegenheit, in der kommenden Saison mit seinem Heimatverein Europapokal zu spielen, nicht entgehen lassen will. Alles wird davon abhängen, welche Offerten dem gebürtigen Berliner im Sommer vorliegen. Ist kein Traum-Angebot dabei, wird Brooks der Hertha wohl erhalten bleiben. Dass der Klub selbst einen Abgang des Abwehrchefs forciert, klingt abwegig.