Eigentlich war schon alles klar – Hertha BSC hatte in den vergangenen Wochen nach einem weiteren Innenverteidiger gesucht, der die Lücke nach Simunics Abgang zu den Hoffenheimern schließen sollte. In Schweden war man endlich fündig geworden und hatte mit Rasmus Bengtsson ein hoffnungsvolles schwedisches Talent von Trelleborg FF unter Vertrag genommen.

Dieser Vertrag soll nun nach Angaben von Igli Tare, Manager von Lazio Rom, rechtswidrig sein. Hintergrund: Bengtssons Berater Oliver Cabrera hatte neben der Hertha auch mit Lazio verhandelt. Dort soll der Spieler einen zweiten Vertrag unterschrieben haben – und das, bevor er seinen Kontrakt in Berlin unterzeichnete.

Tare erwägt der schwedischen Zeitung ‚Aftonbladet‘ zufolge nun eine Klage bei der Fifa, habe diese sogar schon eingeschaltet. Der Spielerberater weist die Vorwürfe entschieden zurück, bezeichnet den albanischen Manager von Lazio als „Lügner“.

Michael Preetz, Sportdirektor der Hertha, gibt sich gelassen. Zwischen den beiden Hauptstadtclubs und insbesondere zwischen den beiden Managern, die sich aus der Vergangenheit kennen, gebe es keine Probleme, die habe Lazio Rom lediglich mit dem Berater von Bengtsson. Außerdem sei der Vertrag mit dem 23-Jährigen absolut rechtskräftig. „Wir haben eine Transfervereinbarung mit Trelleborg und einen gültigen Arbeitsvertrag mit Rasmus. Wir haben die Freigabe des schwedischen Verbandes und die Freigabe der DFL. Bengtsson ist spielberechtigt und hätte bereits am Samstag eingesetzt werden können“, so Preetz gegenüber der ‚Berliner Morgenpost‘.