Beeindruckend ist er, der Saison-Endspurt der TSG Hoffenheim. Zwischendurch schien die Truppe von Julian Nagelsmann nichts mit dem europäischen Geschäft zu tun zu haben, nun kämpfen die Kraichgauer am letzten Spieltag mit Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig um den Einzug in die Champions League.

So oder so, die TSG wird auf das internationale Parkett zurückkehren und – eine Erkenntnis der fast beendeten Saison – den Kader weiter darauf ausrichten müssen. Zumal Beinahe-WM-Fahrer Serge Gnabry (fällt mit Muskelbündelriss für das Turnier aus) und Torjäger Mark Uth den Kraichgau verlassen werden. Deshalb würde Nagelsmann gerne „drei, vier Neuzugänge“ begrüßen, wie er jüngst vor Medienvertretern kundtat.

Schnappt sich Hoffenheim Belfodil?

Wie Sportdirektor Alexander Rosen auf die Umstände reagieren will, weiß der ‚kicker‘. Laut dem Fachmagazin ist Ishak Belfodil ein heißer Kandidat auf die Uth-Nachfolge. Leihverein Werder Bremen hat wohl keine Chance auf den Algerier. Die TSG hingegen hätte das nötige Kleingeld und eben die Aussicht Europa Cup zu bieten. Interesse bekundet aber auch Schalke 04.

Reizvoll wäre Hoffenheim auch für Leonardo Bittencourt, den es vom Absteiger 1. FC Köln nach Süden ziehen könnte. Europa statt zweite Liga – kein schlechter Karriereschritt für den Flügelspieler. Den könnte der Deutsch-Brasilianer allerdings auch bei der ebenfalls interessierten AS Monaco oder Tottenham Hotspur vollziehen, für die die Acht-Millionen-Klausel keine große Hürde darstellen würde. Werder Bremen ist ebenfalls an Bittencourt dran.

Serdar und Meyer für die Zentrale

Eine weitere interessante Personalie ist Suat Serdar, Mittelfeld-Juwel von Mainz 05. Dem deutschen U21-Nationalspieler gelang in der laufenden Saison der Durchbruch. In seinen Anlagen an Emre Can erinnernd, könnte er bei der TSG den scheidenden Kapitän Eugen Polanski ersetzen. Nach ‚Bild‘-Informationen würde Serdar wohl mindestens zehn Millionen Euro kosten.

Und schließlich wäre da noch ein Kandidat, der in den vergangenen Wochen mit reichlich negativer Publicity auf sich aufmerksam machte. Max Meyer, dessen Streit mit Noch-Arbeitgeber Schalke 04 zuletzt komplett eskalierte, ist laut ‚kicker‘ eine Option bei 1899. Er würde keine Ablöse kosten, dürfte deshalb aber auch noch einige weitere potenzielle Arbeitgeber vorzuweisen haben.

FT-Meinung: Alle vom ‚kicker‘ genannten Kandidaten würden für die TSG eine Bereicherung darstellen, so viel steht fest. Zudem wären sie durchaus erschwinglich. Klar ist aber auch: Rosen muss Gas geben auf dem Transfermarkt, der Substanzverlust ist nämlich nicht zu unterschätzen.