Als Sejad Salihovic im vorletzten Bundesligaspiel der Hinrunde das 1:0 gegen Hertha BSC Berlin erzielte, führte der erste Weg zur Auswechselbank. Dort wartete Tobias Weis, mit dem der Bosnier und seine Mannschaftskollegen ausgiebig feierten. Die Botschaft war eindeutig: die Mannschaft steht im Streit mit Manager Ernst Tanner hinter dem Mittelfeldspieler, der in den vergangenen Wochen nur selten zum Einsatz kommt.

Die Sachlage um den 26-Jährigen ist unklar. Sein Weg könnte schon im Winter weg von der TSG Hoffenheim führen, berichtet die ‚Bild‘. „Zu 90 Prozent spiele ich die Rückrunde hier“, erklärt Weis hingegen im ‚kicker‘. Der 26-Jährige kann nicht nur auf die Unterstützung seiner Mitspieler bauen. „Ich will ihn nicht abgeben. Tobi hat auch die Chance, im Sommer zu bleiben“, sagt Trainer Holger Stanislawski, der auf die Qualitäten des ehemaligen Nationalspielers baut: „Wir haben nicht viele, die sich emotional auf dem Platz so mitteilen wie er. Er ist ein Spielertyp, der uns gut tut.“

Allerdings sind die Fronten zwischen Tanner und Weis verhärtet. Bei einer Pressekonferenz ließ der Spieler seinem Unmut über den Manager freien Lauf. Dieser habe ihn in der vergangenen Saison angebettelt, „mich wegen meiner Fuß-Verletzung erst operieren zu lassen, wenn wir 40 Punkte haben. […] Dann erfahre ich aus dem kicker, dass es für Herrn Tanner fraglich sei, ob er mit mir verlängern wolle – ohne dass er mit mir sprach. Das ist respektlos.“

Wie sich der Fall weiterentwickelt, ist offen. „Ich möchte auf jeden Fall noch ein paar gute Spiele für Hoffenheim machen“, macht Weis deutlich, dass er hofft, sein Trikot noch über den Januar hinaus für die TSG überzustreifen.