Holzhauser: Gekommen um zu bleiben

Holzhauser: Gekommen um zu bleiben

01.10.2012 - 13:49 Fußball Deutschland » Bundesliga Kommentare

Bruno Labbadia bat Raphael Holzhauser zum EinzelgesprächBruno Labbadia bat Raphael Holzhauser zum Einzelgespräch©Maxppp

Der VfB Stuttgart feierte beim 1. FC Nürnberg mit einem 2:0 den ersten Saisonsieg. Für Raphael Holzhauser war es das Startelf-Debüt im deutschen Oberhaus. Der selbstbewusste Österreicher hat Blut geleckt und will seinen Platz im Team nicht mehr abgeben.

Es war die 10. Minute im Spiel des VfB Stuttgart beim 1. FC Nürnberg. Der Brasilianer Marcos António hatte den Schwaben durch einen kapitalen Bock bereits nach 25 Sekunden die Führung auf dem Silbertablett serviert. Durch einen weiteren Ballverlust als letzter Mann sorgte der Brasilianer dafür, dass Raphael Holzhauser frei vor ‚Club‘-Torhüter Raphael Schäfer auftauchte. Der Österreicher zirkelte den Ball am Keeper vorbei – und auch am Tor.

Es hätte der erste Bundesligatreffer im ersten Spiel von Beginn an sein können für den U21-Nationalspieler. Nachdem Bruno Labbadia ihn zu Saisonbeginn völlig ignoriert hatte, warf er Holzhauser in Nürnberg ins kalte Wasser. Vorausgegangen war ein persönliches Gespräch einige Wochen zuvor, in dem der Trainer seinem Schützling deutlich gemacht hatte, was er von ihm erwartet. „Danach hat er eine gute Reaktion gezeigt“, attestiert Labbadia dem Linksfuß Trainingsfleiß.

Körperlich hat der 1,93 Meter große und 85 Kilogramm schwere Mittelfeldspieler keine Anpassungsprobleme in der deutschen Eliteliga. So formuliert er seine Ansprüche nach einer ordentlichen Leistung am vergangenen Samstag selbstbewusst: „Jetzt muss ich noch mehr tun, weil ich in der Mannschaft bleiben möchte.“ Wie er das schaffen kann, liegt für Holzhauser auf der Hand: „Ich habe inzwischen kapiert, dass ich noch mehr an mir arbeiten muss, um nach oben zu kommen.“ Womöglich führt der Weg des VfB mit dem schussstarken und technisch versierten 19-Jährigen ebenfalls wieder nach oben.

Matthias Rudolph

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