Frank Arnesen hat mir gesagt, dass er mich gut kennt und weiß, dass ich variabel einsetzbar bin. Ich soll zum Trainingsstart am 26. Juni in Hamburg erscheinen. Das ist eine gute Nachricht für mich. Ich bin Mitarbeiter dieses Vereins und werde kämpfen und arbeiten, damit es bergauf geht“, erklärte Guy Demel am Mittwoch voller Freude. Aufgrund dieser Aussage schloss der Ivorer, dass er seinen bis 2012 laufenden Vertrag beim Hamburger SV erfüllen solle.

Nur einen Tag später ist diese Euphorie verflogen. Der dänische Sportchef will seine Worte keinesfalls als Treuebekenntnis zum 29-Jährigen verstanden wissen. „Wir hatten ein gutes Gespräch. Ein Wechsel wäre die beste Lösung", erklärt Arnesen in der ‚Hamburger Morgenpost‘.

Der tatsächliche Diskussionspunkt sei kein Verbleib Demels an der Elbe gewesen, sondern nur, ob dieser ohne finanzielle Entschädigung wechseln könnte. „Guy spielt seit sechs Jahren für den HSV, er verdient es, dass man ihm großen Respekt zollt. Doch wir können ihn nicht ablösefrei gehen lassen, wie er es sich wünscht. Es geht nicht, dass wir keinen Cent bekommen, obwohl Guy noch bei uns unter Vertrag steht. Es gibt interessierte Vereine, die sollen sich bei mir melden“, führt Arnesen aus. Sollte kein Klub die geforderte Ablöse bezahlen, bleibt der 29-Jährige bis zum Vertragsende an der Elbe. „Wenn es nichts wird, respektieren wir das“, bestätigt der Sportchef des HSV.