Die Abwehrsituation beim Hamburger SV wird immer prekärer. Nach den langzeitverletzten Defensivspielern Emir Spahic und Lewis Holtby meldete sich vor dem Testspiel gegen Stoke City (1:0) auch Johan Djourou verletzt ab. Während der Partie am vergangenen Samstag mussten zudem Albin Ekdal und Cléber angeschlagen vom Feld. Der HSV ist zum Handeln gezwungen und unternimmt offenbar einen letzten Versuch bei Wunschspieler Matthias Ginter.

Wie die ‚Hamburger Morgenpost‘ berichtet, wollen die ‚Rothosen‘ den Defensivallrounder von Borussia Dortmund nicht von der Wunschliste streichen – ungeachtet aller Dementis seitens des Bundesligakonkurrenten. Der Meldung zufolge will Dietmar Beiersdorfer in dieser Woche einen weiteren Versuch unternehmen, die Freigabe für den Olmypiafahrer zu erwirken.

Gleichzeitig schauen sich die Hamburger nach Alternativen um. Plan B bleibt allem Anschein nach Onyinye Ndidi vom KRC Genk. Der Bundesligist soll bereits im Winter sechs Millionen Euro geboten haben. Die Limburger fordern jedoch nach wie vor acht Millionen Euro. Der HSV-Plan: Bis zum Ende dieser Woche soll ein neuer Defensivallrounder an der Elbe unter Vertrag stehen.

FT-Meinung: Beiersdorfer kann sich den Anruf in Dortmund wohl sparen. Zu deutlich waren die bisherigen Körbe der BVB-Vereinsführung. Bei Ndidi scheinen sich die ‚Rothosen‘ aber mehr und mehr anzunähern. Gut möglich, dass der 19-jährige Nigerianer, der unbedingt in die Hansestadt wechseln will, in Kürze im Volksparkstadion unterschreiben wird.