Michael Oenning zeigte seine Wut auf seine Mannschaft mit ungewohnter verbaler Schärfe. Der 45-Jährige sagte der ‚Hamburger Morgenpost‘: „Wenn man sich nicht wehrt, kann man ein Spiel nicht gewinnen. Es passiert uns zu oft, dass wir Widerstände nicht brechen können. Im Fußball musst du arbeiten – das habe ich von meiner Mannschaft diesmal nicht gesehen.“ Für den Coach gilt es nun, eine schlagkräftige Truppe für die kommende Spielzeit aufzustellen: „Nun müssen wir auf die neue Saison schauen. […] Ich werde sicher genau hinsehen, wer von meinen Spielern uns in der neuen Saison helfen will. Man konnte ja schon im Laufe der Jahre Dinge erkennen. Das guckt man sich jetzt an und dann muss man konsequent sein.

Zwei Spieler denken bereits an Abschied, obwohl der Verein sie unbedingt langfristig halten will: Mladen Petrić und Tunay Torun. Petrić, Hoffnungsträger im Angriff, macht sich Gedanken über seine Zukunft. Sein Vertrag gilt bis 30. Juni 2012, ein Verkauf wäre letztmals im Sommer für eine Millionensumme möglich. Der Kroate sagt: „Ich bin bedient […] Das ist eine Riesenenttäuschung, denn der Zug in Richtung Europa League ist nun definitiv abgefahren. Aber so, wie wir uns präsentiert haben, müssen wir darüber auch gar nicht diskutieren.

Torun hat für eine Verlängerung seines auslaufenden Kontraktes eine Bedingung gestellt: Der 20-jährige türkische Nationalspieler will einen Stammplatz in der neuen Saison. Zuletzt durfte Torun zwei Mal von Beginn spielen, doch überzeugen konnte der offensive Flügelmann dabei nicht. Garantien über Stammplätze dürften Oenning indes nicht zu entlocken sein. Folglich steht Toruns Verbleib in den Sternen. Er selbst sagt: „Ich werde mir jetzt noch meine Gedanken machen.“ Der VfB Stuttgart steht seit Wochen in den Startlöchern, möchte Torun gerne verpflichten.



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