In dieser Welt schließe ich nichts aus“, bestätigte Frank Arnesen durch die Blume das Interesse des Hamburger SV an Rafael van der Vaart von den Tottenham Hotspurs. Seit Wochen fahnden die Verantwortlichen an der Elbe nach einem neuen Spielmacher, allerdings ohne zählbaren Erfolg. Der 29-jährige van der Vaart, der bereits zwischen 2005 und 2008 das Trikot des HSV trug, wäre die Premium-Lösung. Ob der Transfer des Niederländers finanziell zu stemmen ist, hängt nicht zuletzt von Edelfan Klaus-Michael Kühne ab.

Wie das ‚Hamburger Abendblatt‘ berichtet, fordert ‚Spurs‘-Geschäftsführer Daniel Levy rund 15 Millionen Euro Ablöse für van der Vaart, dessen Vertrag an der White Hart Lane im kommenden Sommer ausläuft. Inklusive Gehalt für vier Jahre hätte der Transfer ein Gesamtvolumen von rund 35 Millionen Euro und wäre nur zu finanzieren, wenn Kühne weit mehr als die zunächst angedachten 40 bis 50 Prozent übernimmt. Dem Bericht zufolge ist der Investor inzwischen bereit, seinen Anteil zu erhöhen.

Der Spieler selbst liebäugelt offenbar mit der Rückkehr in die Hansestadt. Beim Saisonauftakt gegen Newcastle United wurde van der Vaart erst nach 67 Minuten eingewechselt. Trainer André Villas-Boas scheint allerdings nicht gewillt, den Nationalspieler ziehen zu lassen. „Ich bin mir nicht sicher, ob Hamburg Interesse hat. Aber Rafael steht im Moment nicht zu Verkauf“, erklärt der Portugiese gegenüber ‚Sky Sports‘.

Da Luka Modrić unmittelbar vor dem Wechsel zu Real Madrid steht, kann Villas-Boas keinen weiteren Mittelfeldakteur entbehren. Finden die ‚Spurs‘ einen passenden Ersatz für den Kroaten, könnte sich das Blatt zugunsten des HSV wenden.