Bis zu 38 Millionen Euro lässt sich Borussia Dortmund die Rückkehr von Mats Hummels kosten. Gerüchte, der Transfer sei in erster Linie von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, nicht aber von Trainer Lucien Favre forciert worden, lassen den ehemaligen Bayern-Profi kalt.

Im Interview mit der ‚Sport Bild‘ betont Hummels: „Das ist für mich völlig irrelevant. Selbst wenn es so wäre: Als ich zu Bayern 2016 zurückkehrte, war ich auch nicht unbedingt ein Trainer-Transfer.“ Damals hatte Carlo Ancelotti in München das Sagen.

Mit seinem Comeback beim BVB kann Hummels in puncto Einsatzzeit mehr als zufrieden sein. Nur den Supercup verpasste der 30-Jährige verletzungsbedingt, Hummels stand sonst immer über 90 Minuten in Favres Elf.

Positives Bayern-Fazit

Seiner Zeit beim Rekordmeister würde Hummels derweil eine „Zwei minus“ geben: „Wir haben dreimal die Meisterschaft geholt, sind in der Champions League dreimal gegen den späteren Titelträger rausgeflogen. Außer gegen Liverpool, wo es verdient war, hing es immer an Kleinigkeiten.“

Über Trainer Niko Kovac sagt Hummels: „Ich hatte unter Niko Kovac in der Hinrunde sicher eine schwere Phase, aus der ich mich aber wieder rausgekämpft habe. Ich blicke ohne negativen Gedanken auf München zurück. Und ich empfinde den Wechsel nach Dortmund definitiv nicht als Rückschritt. Und wenn das jemand behauptet, ändert das nichts an meinem Leben.“

Hummels lässt DFB-Tür offen

Außen vor ist der Innenverteidiger dagegen bei der deutschen Nationalmannschaft. Bundestrainer Jogi Löw sortierte den Weltmeister zusammen mit Jérôme Boateng und Thomas Müller im März aus.

Einen Anruf von Löw würde Hummels im Fall der Fälle aber wohl annehmen: „Ich versuche mir darüber so wenige Gedanken wie möglich zu machen. Wenn es so kommt, dann kommt es so. Ich war immer stolz, für Deutschland aufzulaufen. Daran hat sich auch nichts geändert.“

Meister-Chance bei 50:50

Bis dahin gilt der Fokus dem BVB. Die Meisterschaft ist das ausgerufene Saisonziel: „Ich sehe unsere Chance bei 50:50. Richtig einschätzen können wir das aber erst in ein paar Wochen. Klar ist: Wir müssen ordentlich was drauflegen, wenn wir das Ziel erreichen wollen.“

Dortmund startete mit drei Siegen und einer Niederlage – macht Platz zwei und einen Punkt weniger als Spitzenreiter RB Leipzig. Am Sonntag geht es nach Frankfurt, heute gastiert der FC Barcelona zum Auftakt der neuen Champions League-Saison.