Altin Lala (44) kennt das Geschäft. Als langjähriger Bundesliga-Profi bei Hannover 96 hat er mehrfach erlebt, wie die besten Spieler seines Klubs zu größeren Kalibern gewechselt sind. Heute ist der ehemalige Sechser Berater eines Spielers, dem genau das winkt: Milot Rashica (23).

Dieser Rashica sticht aus einer in dieser Saison schwer gebeutelten und arg enttäuschenden Mannschaft des SV Werder Bremen deutlich heraus. Allein die 14 Scorerpunkte in 20 Pflichtspielen sollten den größeren Klubs Grund genug sein, sich mit dem pfeilschnellen Angreifer auseinanderzusetzen. Und wie sein Agent dem ‚Weser-Kurier‘ berichtet, ist genau das der Fall.

Keine guten Argumente für Werder

Man muss vorbereitet sein, vorbereitet auf alle Szenarien“, sagt Lala über die Perspektiven seines kosovarischen Klienten und meint damit den drohenden Abstieg. Platz 17 und 17 Punkte nach 21 Bundesligaspielen sind für Werder in der Tat keine gute Verhandlungsbasis. Anfang des Jahres konnten die Bremer noch auf eine Verlängerung hoffen, seitdem hat sich die Lage jedoch nochmals verschärft.

Ich nenne keine Namen“, betont der Rashica-Berater angesprochen auf ein kolportiertes Interesse von Borussia Dortmund, aber: „Es gibt Interessenten und Gespräche gab es auch.“ Das klingt schon sehr nach dem Plan, vorzeitig aus dem bis 2022 datierten Vertrag bei Werder auszusteigen.

Nötig sein wird eine Ablösesumme jenseits von 30 Millionen Euro, die die (noch) namenlosen Interessenten für Rashica aufbringen müssen. Für den BVB, der bei einem Verkauf von Jadon Sancho im Sommer wohl aus dem Vollen schöpfen könnte, dürfte eine solche Summe kein größeres Problem darstellen.