Nur in drei von sieben Ligaspielen stand Thomas Müller in der Startformation des FC Bayern München. Seit Philippe Coutinho da ist, kommt der Ex-Nationalspieler (100 Länderspiele) in der Regel nur noch von der Bank. Ein Zustand, der an Müller nagt, wie er im Gespräch mit dem ‚kicker‘ offen zugibt.

Natürlich hat es die Konkurrenzsituation auf meiner Paradeposition verschärft, aber das ist auch gar nicht das Problem. Darum geht es gar nicht. Ein Trainer muss vor jedem Spiel schwierige Entscheidungen treffen. In den vergangenen fünf Spielen war allerdings ein Trend zu erkennen, der mich nicht glücklich macht. Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich einfach zu ehrgeizig“, so die deutliche Ansage.

Soll heißen: Mit jeder weiteren Woche als Reservist werden die Gedanken an einen Abschied zunehmen. Müller erklärt: „Ich bin gerade erst 30 Jahre alt geworden, topfit und hungrig auf Erfolge – mit dem Verein, aber auch persönlich. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten auf dem Platz weiterhelfen kann.“

Wenn Not am Mann sein sollte, wird er mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen“, hatte Niko Kovac kürzlich vielsagend geäußert. Einen Konflikt mit dem Trainer gibt es laut Müller aber nicht: „Als ich nach dem Spiel mit der Aussage konfrontiert wurde, war ich natürlich überrascht. Aber ich bin bei so etwas nicht so empfindlich. Es gab mit dem Trainer bereits ein Vieraugengespräch. Damit ist die Geschichte für mich ausgeräumt.“ Das grundsätzliche Problem aber bleibt.