Am gestrigen Montagabend war es endlich soweit: Nach dem 3:1-Heimsieg gegen den VfL Bochum konnte der 1. FC Köln die Korken knallen lassen und den Aufstieg in die Bundesliga begießen. Es wurde eine lange Nacht in der Rhein-Metropole und auch Manager Jörg Schmadtke dürfte sich das ein oder andere Kölsch genehmigt haben.

Für den Ex-Profi heißt es nun aber, die Personalplanungen weiter voranzutreiben. Schließlich will sich der ‚Effzeh‘ langfristig wieder in der Bundesliga etablieren und den in den letzten Jahren erworbenen Ruf einer Fahrstuhlmannschaft ablegen. Aus diesem Grund soll der Kader punktuell verstärkt werden.

Eine wichtige Baustelle ist das zentrale Mittelfeld. Mit Kevin Vogt vom FC Augsburg und Yannick Stark vom TSV 1860 München stehen der ‚Bild‘ zufolge zwei Akteure ganz oben auf der FC-Wunschliste. Beide besitzen Verträge bis 2015 und könnten somit im Sommer durchaus zu haben sein. Ungleich bessere Chancen dürften die ‚Geißböcke‘ bei Stark haben, den man mit dem Pfund Bundesliga ködern könnte. Auf Vogt sind hingegen auch andere Klubs auf dem Oberhaus aufmerksam geworden – unter anderem der Hamburger SV. Und Augsburg will den 22-Jährigen nicht kampflos ziehen lassen.

Nationalspieler flirtet mit Köln

Auch im Angriff sieht Schmadtke Handlungsbedarf. Ein heißer Kandidat ist laut dem Boulevard-Blatt der Kaiserslauterer Simon Zoller. Mit dem SV Werder Bremen und Hertha BSC sind Bundesligisten an dem 22-jährigen Torjäger der ‚Roten Teufel‘ dran. Gelingt der Aufstieg nicht, muss sich der 1. FC Kaiserslautern wohl von Zoller trennen. Bekommen die Kölner den Zuschlag nicht, könnte Philipp Hosiner von Austria Wien in die Bresche springen.

Mit Stöger in die Bundesliga zu gehen hätte was“, sagt der Angreifer, der in 31 Einsätzen dieser Saison 14 Treffer markiert hat. Vergangene Spielzeit war der 24-jährige österreichische Nationalspieler mit überragenden 32 Toren bester Schütze in der heimischen Liga. In die Karten spielen könnte Schmadtke bei dieser Personalie, dass Hosiners Vertrag 2015 ausläuft. Die Austria hätte entsprechend im Sommer letztmalig die Chance, noch eine adäquate Ablöse zu kassieren.

Etwas anders liegt der Fall bei Teamkollege Suttner. Dessen Kontrakt ist noch bis 2016 datiert, allerdings will der Defensivmann unbedingt nach Deutschland wechseln. Schmadtke hat angeblich bereits ein konkretes Angebot unterbreitet. Ganz so weit ist es bei Daniel van Buyten noch nicht. Der Innenverteidiger vom FC Bayern München steht ebenfalls auf der langen Liste. Gut möglich, dass den Sektkorken von gestern in Kürze einige Unterschriften folgen werden.