Borussia Dortmund droht eine öffentliche Schlammschlacht mit Torjäger Robert Lewandowski. Während Manager Michael Zorc zuletzt betonte, dass der Pole das Verbot des Wechsels zum FC Bayern „professionell aufgenommen“ habe, machten die Aussagen des Stürmers einen anderen Eindruck. „Er hat mir versprochen, dass ich gehen darf und nun passiert etwas anderes. Alle bei Borussia Dortmund wissen, was ich will und wo ich hingehen möchte“, klagte Lewandowski.

Die Verantwortlichen des BVB reagieren mit Unverständnis auf die Aussagen des 24-Jährigen. „Eine solche Zusage gab es nicht. Hätten wir so entschieden, wenn es eine Zusage an Robert geben würde?“, ereifert sich Zorc gegenüber den ‚Ruhr Nachrichten‘. Gab es folglich ein großes Missverständnis zwischen Lewandowski und den Bossen der Borussia?

Kaum vorstellbar, dass beide Parteien bei einem Thema dieser Tragweite aneinander vorbeigeredet haben. Fakt ist, dass sich der Champions League-Finalist darauf verlassen hat, dass der Nationalspieler die Entscheidung seines Arbeitsgebers klaglos hinnimmt. Ein Verbleib in Dortmund oder ein Wechsel ins Ausland käme somit in Betracht. Lewandowski aber will zum FC Bayern.

Zieht sich die öffentlich ausgetragene Diskussion zwischen Vereinsvertretern sowie dem Angreifer und seinen Beratern weiter hin, ist kaum vorstellbar, dass Lewandowski auch in der kommenden Saison im BVB-Trikot auf Torejagd geht. Die Gemüter beruhigen könnte aber wohl nur eine Freigabe in Richtung München. Doch in diesem Fall würde die Borussia enorm an Glaubwürdigkeit verlieren. So nimmt der Konflikt zwangsläufig Fahrt auf.