Seit vergangenem Freitag steht fest: Niko Kovac wird der neue Trainer des FC Bayern München. Über den Zeitpunkt der Verkündung herrschte bei Eintracht Frankfurt großer Ärger. „Dass Informationen an die Öffentlichkeit geflossen sind – und das sicherlich nicht aus Frankfurt – ist sehr ärgerlich, unprofessionell und respektlos“, stellte Sportchef Fredi Bobic klar.

Die Wut der Frankfurter Verantwortlichen kommt nicht von ungefähr. Schließlich standen respektive stehen mit dem Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen und dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Schalke 04 zwei wichtige Partien an. Das erste Schlüsselspiel wurde krachend mit 1:4 verloren. Während die SGE also droht, eine gute Saison zu verspielen, muss sich Bobic parallel nach einem neuen Trainer umschauen.

Die Kandidaten

Laut ‚kicker‘ kommen für den Job bei der Eintracht einige Kandidaten infrage. Neben den vereinslosen Markus Weinzierl (zuletzt Schalke 04), Slaven Bilic (zuletzt West Ham), Jens Keller (zuletzt Union Berlin) und Hannes Wolf (zuletzt VfB Stuttgart) stehen laut dem Fachblatt auch Übungsleiter bei der SGE auf der Liste, die noch bei einem anderen Klub unter Vertrag stehen.

David Wagner, der im Sommer mit Huddersfield Town den Aufstieg in die Premier League schaffte, Marco Rose, der mit RB Salzburg jüngst ins Halbfinale der Europa League einzog, und André Breitenreiter von Hannover 96 sollen eine Rolle spielen.

Der ‚kicker‘ spekuliert, dass vor allem der H96-Coach für ein Frankfurter Angebot „empfänglich werden“ könnte, falls die Niedersachsen einige Leistungsträger und unter Umständen auch Manager Horst Heldt abgeben. Einen Zeitplan bei der Trainersuche gibt es nach aktuellem Stand nicht.