Der Abschied von Philipp Lahm beschert dem FC Bayern im Sommer gleich zwei Baustellen. Da der langjährige Spielführer dem Klub nicht als Sportdirektor zur Verfügung stehen wird, müssen sich die Münchner anderweitig umschauen. Max Eberl ist der meistdiskutierte Nachfolge-Kandidat.

Doch auch im Mannschaftsgefüge von Carlo Ancelotti hinterlässt Lahm eine Lücke. Der Rechtsverteidiger soll adäquat ersetzt werden. Diverse externe Neuzugänge wie Nélson Semdo (Benfica Lissabon) und Benjamin Henrichs wurden gehandelt. Zumindest der 19-Jährige von Bayer Leverkusen ist für den Sommer vorerst kein Thema bei den Bayern, bekräftigt dessen Berater bei FT.

Vorbild Nationalelf

Geht es nach Uli Hoeneß, löst der FC Bayern das Problem intern. Laut ‚Sport Bild‘ hat sich der wiedererstarkte Vereinspräsident für Joshua Kimmich ausgesprochen. Der 22-Jährige kommt in München derzeit überwiegend in der Mittelfeldzentrale zum Zug.

Pep Guardiola ließ den Youngster vor über einem Jahr erstmals rechts hinten ran. Jogi Löw zog beim DFB-Team nach – mit Erfolg: In acht der vergangenen zehn Länderspiele beackerte Kimmich die rechte Außenbahn, entweder in der Vierer- oder Fünferkette.

Ein Modell auch für die Bayern-Zukunft? Ancelotti vertraute erst selten auf den Rechtsverteidiger Kimmich, vielleicht auch weil momentan noch Platzhirsch Lahm den Posten beansprucht. Im Sommer werden die Karten neu gemischt. Als Backup stünde zudem Rafinha bereit. Vielleicht wird das Erbe des Weltmeisters tatsächlich intern gelöst.