Beharrlich lässt sie auf sich warten, die Entscheidung im Poker um Nationalstürmer Timo Werner. RB Leipzig will verlängern, nicht so aber der 23-Jährige, der lieber den Karrieresprung zum FC Bayern vollziehen möchte. Der Rekordmeister allerdings hält sich noch aus unterschiedlichen Gründen zurück.

Ablösefreier Wechsel mit Folgen

Seit Wochen ist die Situation festgefahren, doch das zwingt die Leipziger natürlich nicht zur Untätigkeit. Erste Maßnahme laut ‚Sport Bild‘: Endet die Posse in einem ablösefreien Werner-Wechsel im Sommer 2020, soll der zukünftige Trainer Julian Nagelsmann den Angreifer als Quittung zum Bankspieler degradieren.

Maßnahme Nummer zwei: RB wird „in den nächsten Wochen einen neuen Stürmer verpflichten“, schreibt das Fachblatt. „15 bis 20 Tore“ soll der Mann garantieren, verspricht Sportdirektor Ralf Rangnick.

Trio gehandelt

Nach ‚Sport Bild‘-Informationen gehören drei Spieler aus der Bundesliga zum Kandidatenkreis. Dodi Lukebakio (Fortuna Düsseldorf, ausgeliehen vom FC Watford), Milot Rashica (Werder Bremen) sowie Luca Waldschmidt (SC Freiburg).

Alle drei haben in der zurückliegenden Serie für reichlich Furore gesorgt, sich andererseits aber noch nicht als 15-Tore-Stürmer entpuppt. Lukebakio kommt auf zehn, Rashica und Waldschmidt jeweils auf acht Liga-Treffer. Sie müssten also einen ähnlichen Leistungssprung machen, wie einst Werner nach dessen Wechsel vom VfB Stuttgart vor drei Jahren.

Sieben Abgänge möglich

Apropos Leistungssprung: Der wird bekanntermaßen Jean-Kevin Augustin, Bruma, Antic Nukan, Marcelo Sarracchi und Stefan Ilsanker nicht mehr beziehungsweise nur noch mit Abstrichen zugetraut. Letztgenannter führte laut ‚Bild‘ bereits Gespräche über eine Vertragsverlängerung, ehe sich Nagelsmann gegen Ilsanker aussprach.

Bei Saracchi besteht noch eine Rest-Hoffnung, die zu einer Leihe führen könnte. Dasselbe gilt im Übrigen für das Ersatzkeeper-Duo Yvon Mvogo und Marius Müller. Bei den anderen Akteuren scheinen dagegen Hopfen und Malz verloren.