Das oftmals verflixte zweite Bundesligajahr hat Leipzig überstanden. Mit Platz sechs in der Liga und dem Viertelfinale der Europa League fällt die Bilanz zufriedenstellend aus. Nun ist zufriedenstellend aber nicht der Anspruch von RB und deshalb gilt es, im Sommer einiges nachzujustieren am Kader.

Ganze sechsmal will Leipzig zuschlagen, berichtet der ‚kicker‘. Fünf Neuzugänge sowie der Kauf eines bereits ausgeliehenen Spielers seien geplant. Bei der Leihgabe handelt es sich um Ademola Lookman, der mit seiner wuseligen Spielweise zu überzeugen wusste. Das Problem: Der FC Everton möchte den jungen Linksaußen halten – bei neun Torbeteiligungen in elf Partien kein Wunder.

Lookman und Kenedy für das offensive Mittelfeld

Lookman soll aber nicht die einzige Verpflichtung für das offensive Mittelfeld bleiben. Ebenfalls aus der Premier League käme der Brasilianer Kenedy. Fest beim FC Chelsea unter Vertrag spielte der Brasilianer eine ordentliche Rückrunde als Leihgabe und Stammspieler bei Newcastle United. Das führte aber auch dazu, dass der Mann für die linke Außenbahn, der auch in der Viererkette agieren kann, ebenso mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird.

Weiter geht’s mit dem Sturm: Hier soll laut ‚kicker‘ aus einem Trio (Werner, Augustin, Poulsen) ein Quartett werden. Wer die freie Planstelle im Angriff besetzt, steht noch nicht fest. Youngster Elias Abouchabaka (25 Torbeteiligungen für die A-Jugend) jedenfalls nicht – für den Youngster ist eine Leihe zu einem kleineren Verein vorgesehen.

Drei Neue für die Defensive

Aber auch der Defensiv-Verbund soll sein Gesicht verändern. Der dringend benötigte vierte Mann für die Innenverteidigung wird aller Voraussicht nach Nordi Mukiele heißen. Der Transfer des französischen U21-Nationalspielers vom HSC Montpellier ist schon sehr weit. Hinten links würde Sportdirektor Ralf Rangnick den von Mainz 05 umworbenen Bernardo gerne durch Marcelo Saracchi (River Plate) ersetzen.

Und schließlich bleibt noch die knifflige Aufgabe, einen Nachfolger für den scheidenden Naby Keïta zu finden. Hierfür blicken die Sachsen – mal wieder – nach Salzburg. Ob der als Keïta-Ersatz eingeplante Amadou Haidara den zum FC Liverpool abwandernden Guineer direkt vergessen machen kann, ist zweifelhaft. Seine Leistungen im Red Bull-Trikot machen aber Hoffnung, dass dies langfristig gelingen kann.