Lange hatte man sich beim FC Bayern München gegen die Verpflichtung eines zweiten Mittelstürmers gesträubt. Man war sich schlichtweg nicht sicher, wie man die Problematik lösen sollte, einen Topmann hinter Robert Lewandowski auf die Bank zu setzen.

Es ist natürlich klar, dass wir über keinen internationalen Topstürmer sprechen. Angreifer dieser Kategorie wollen selbst in den entscheidenden Partien der Saison auf dem Platz stehen. Auch ich weiß, dass es schwer wird, ein gutes Backup für mich zu finden“, räumt Lewandowski im Interview mit der ‚Sport Bild‘ ein.

Doch der erblondete Pole hat eine Empfehlung für die bayrische Scouting-Abteilung parat: „Es wäre sicherlich eine Option, einen jungen, hungrigen Stürmer zu holen, der hinter einem erfahrenen Profi noch lernen will.“ Um einem solchen Youngster die dringend benötigte Spielpraxis zu verschaffen, würde Lewandowski nach eigener Aussage auf Einsatzzeiten verzichten: „Für mich wäre es schon eine Entlastung, wenn ich in einer Partie mal 15 oder 20 Minuten weniger spiele. So hast du mehr Reserven für die nächste anstehende Partie und eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass du fit bleibst und das Verletzungsrisiko minimierst.“

Lewandowski als Berater

Den Rat des Torjägers haben die Verantwortlichen des FC Bayern offenbar schon eingeholt. „Über die aktuelle personelle Situation im Sturm haben wir natürlich schon gesprochen“, sagt Lewandowski, stellt jedoch klar, dass es über ein informatives Gespräch nicht hinausgegangen ist: „Für mehr war zuletzt keine Zeit.“

Doch welche Kategorie Stürmer stünde den Münchnern denn nun gut zu Gesicht? Sollte man sich eher um jemanden der Marke Claudio Pizarro bemühen, der mit allen Wassern gewaschen ist und kaum Anlaufzeit an der Säbener Straße benötigen würde? Oder fällt die Wahl auf einen Youngster, dessen Karriere noch am Anfang steht und auf kurz oder lang in Lewandowskis Fußstapfen treten könnte – der allerdings eine Weile bräuchte, um sich beim Rekordmeister zu akklimatisieren?

Zwei Spieler im Fokus

Die ‚Sport Bild‘ bringt zwei Kandidaten ins Spiel, die genau oben genannte Kategorien verkörpern: Den 31-jährigen Olivier Giroud vom FC Arsenal, der von Arsène Wenger momentan fast nur noch in der Europa League von Beginn an berücksichtigt wird. Und Youngster Kasper Dolberg von Ajax Amsterdam. Die Laufbahn des 20-Jährigen steht noch am Anfang. In der Vergangenheit wurde er bereits mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.

Heißes ThemaFT-Meinung: Beim FC Bayern wird im Januar etwas passieren – schon alleine deshalb, weil Jupp Heynckes den Wunsch von Lewandowski zuletzt öffentlich befürwortete. Kaum zu prognostizieren ist hingegen, in welche Richtung die Münchner sich orientieren, denn Karl-Heinz Rummenigge und Co. wissen selbst noch nicht genau, ob eher ein Routinier oder lieber ein Perspektivspieler kommen soll. Giroud und Dolberg sind insofern interessante Namen, dürften aber nicht die letzten sein, die in den kommenden Wochen kursieren werden.