Man musste kein Prophet sein, um nach den jüngsten Entwicklungen neue Gerüchte um Robert Lewandowski vorherzusagen. Doch es geht offenbar weit über wilde Spekulationen hinaus. Nach Informationen der ‚Bild‘ befasst sich der polnische Superstar tatsächlich mit der Anfrage von Real Madrid. Dies könnte dann auch – wie bereits durchgeklungen – der Grund für seinen abrupten Beraterwechsel hin zum Israeli Pini Zahavi sein.

Genau diese Vermutung unterstreicht auch Ramón Calderón, ehemaliger Präsident der Königlichen: „Real hat eine exzellente Beziehung zu Zahavi. Ich kenne ihn sehr gut. Er ist sehr professionell, macht seinen Job ausgezeichnet. Er kennt den Markt bestens, und er behandelt seine Spieler sehr gut.“ Real seinerseits peilt einen Verkauf von Karim Benzema an. Der Platz in der Sturmspitze wird also womöglich frei.

Zahavi dementiert nicht

Für den 74-jährigen Zahavi wäre es ein Leichtes gewesen, den Spekulationen den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Klar habe ich viele Kontakte in der Branche, aber das hat damit jetzt nichts zu tun. Was aber in der Zukunft passiert, kann man natürlich nie wissen“, sagt der Spieleragent, der auch den Neymar-Deal zu Paris St. Germain einfädelte, stattdessen.

Dagegen stehen die Aussagen, die Jupp Heynckes bei der gestrigen Pressekonferenz wählte: „Es ist erlaubt, dass ein Spieler mal seinen Berater wechselt. Aber das bedeutet im Moment überhaupt nichts. Der FC Bayern ist kein Verkäufer seiner Spieler, die Topspieler will und wird er halten.“

Heißes ThemaFT-Meinung: Lewandowski ist besessen von dem Ziel, die Champions League zu gewinnen. Die Chancen mit den Bayern könnten für den 29-Jährigen vorübergehend sinken, wenn man davon ausgeht, dass der angepeilte Umbruch nach der Robbery-Ära seine Zeit benötigt. Man darf also gespannt sein, ob Lewandowski einen Wechsel irgendwann aktiv vorantreiben wird. Die Voraussetzungen hat der Pole jedenfalls geschaffen.