Gegen den FC Augsburg konnte Jhon Córdoba endlich wieder unter Beweis stellen, wie wichtig er für das Spiel von Mainz 05 ist. Der Angreifer arbeitet vorbildlich gegen den Ball, behauptet für nachrückende Spieler mit seiner ganzen Physis Bälle auch gegen zwei Verteidiger und strahlt Torgefahr aus.

Zweimal ließ der Kolumbianer es vergangenen Freitag im Gehäuse des FCA klingeln. Doch auch wenn es für den 23-Jährigen erst die Saisontore zwei und drei waren, ist Córdoba aufgrund seiner Präsenz sowie seines mannschaftsdienlichen Spiels für Trainer Martin Schmidt nicht gleichwertig zu ersetzen.

Wechsel nicht ausgeschlossen

Die Kaufoption über 6,5 Millionen, die die Rheinhessen im Sommer zogen, hat sich schon rentiert. Und im kommenden Sommer könnte womöglich eine saftige Rendite winken – wohl oder übel.

Denn der Torjäger ist nicht sicher, ob er auf über die Saison hinaus noch am Bruchweg spielt. „Ich kann nicht versprechen, dass ich nächste Saison noch hier bin. Der Fußball hat schon viele Überraschungen gebracht. Es wäre auch verkehrt, so ein Versprechen abzugeben – egal, welchen Stellenwert man gerade im Team hat“, sagt Córdoba der ‚Bild‘.

Córdoba träumt weiter von Europa

Zwingend wechseln wolle er aber nicht: „Ich fühle mich sehr wohl in der Stadt und in der Mannschaft. Ich konzentriere mich nur auf die Rückrunde mit Mainz. Danach wird man sehen, was das beste für mich und den Klub ist […] Die Europa League war schon ein großer Schritt für mich. Aber für jeden Fußballer in Europa sollte das Ziel sein, Champions League zu spielen. Und nichts anderes habe ich auch als Ziel.“

Teamkollege Stefan Bell weiß, dass Sportdirektor Rouven Schröder eine schwierige Aufgabe bevorsteht, will er Córdoba halten: „Wenn er im Sommer ein Angebot von einem großen Klub kriegt, dann sei es so. Das ist immer ein Kompliment für den Verein.“

FT-Meinung: Córdobas Vertrag in Mainz ist noch bis 2020 datiert. Sollte sich die Sturm-Kante also verabschieden, werden die 05er adäquat entlohnt. Der Kolumbianer will weiter in Europa mitmischen, was am Bruchweg kommende Saison schwierig werden könnte. Legt ein Interessent ein Angebot im zweistelligen Millionen-Bereich vor, wird Mainz kaum nein sagen können – das spräche auch gegen die Philosophie des Klubs.