Borussia Dortmund und Mainz 05 schauen derzeit auf den Rest der Bundesliga herab. Mit 24 Punkten winken die Rheinhessen von Rang eins, dicht gefolgt von den Borussen mit 22 Punkten auf Platz zwei. Pure Zufriedenheit ist die vorherrschende Stimmung in beiden Lagern. Aber auch zwischen den Konkurrenten herrscht eine besondere Atmosphäre.

Laut ‚Sport Bild‘ arbeiten die Klubs in Sachen Transferfragen eng zusammen. 2008, bevor das Mainzer Urgestein Jürgen Klopp sich für einen Arbeitsplatzwechsel entschied, riet ihm Manager Christian Heidel, nach Dortmund zu wechseln. Der Verein wäre genau der richtige, „weil es ein Klub ist, der von Emotionen lebt.

Seither herrscht so enger Kontakt, dass es sogar lose Transferabkommen gibt. Immer dann, wenn Mainz bereit ist, einen Spieler abzugeben, gibt Heidel seinem Freund Klopp einen Hinweis: „Kloppo geht an keinen Mainzer ran. Mit ihm hatte ich bei zwei, drei Spielern aber die Vereinbarung, dass ich ihn informiere, wenn wir bereit sind, sie zu verkaufen.

So geschehen beim Wechsel von Neven Subotić, der die schwarz-gelbe Abwehr im Sommer 2008 verstärkte. 4,5 Millionen Euro überwiesen die Westfalen damals in Richtung Rheinland-Pfalz. Eine ordentliche Summe für einen zwar talentierten, damals jedoch noch noch weitgehend unerfahrenen Innenverteidiger. Der damals 20-Jährige hatte im Profibereich erst eine Saison in der zweiten Liga hinter sich.

Ein Coup für die Dortmunder, bei denen der serbische Nationalspieler seinen Marktwert vervielfachte. Zumal sie ihn einem Konkurrenten vor der Nase wegschnappten: „Eigentlich waren wir mit Hoffenheim klar“, verrät Heidel im Interview. Da noch keine Verträge unterzeichnet waren, entschied sich der Spieler nach kurzer Unterredung mit Klopp für einen Wechsel zur Borussia.

Weniger Glück hatte der Revierklub bei André Schürrle. Heidel habe Klopp informiert, dass der Jungstar zum Verkauf stünde. „Aber Schürrle konnten wir nicht zahlen“, bedauert BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Der 19-Jährige wechselt zur kommenden Saison zu Bayer Leverkusen.



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