Am vergangenen Wochenende musste Yunus Malli erneut 90 Minuten lang von der Bank aus zusehen, wie seine Kollegen Bundesligafußball spielen. Für den 27-Jährigen stehen bislang lediglich 24 Minuten in der Europa League zu Buche, der Frust wird größer.

Für mich ist das schwer nachzuvollziehen“, äußert sich Malli im ‚Sportbuzzer‘, „und das bei so vielen Spielen und bei der Anzahl an Verletzten, die wir hatten. Ich hätte nicht gedacht, dass ich solch eine untergeordnete Rolle spiele, weil ich in der Vorbereitung ein gutes Gefühl hatte.“

Schon unter Ex-Trainer Bruno Labbadia kam Malli nicht regelmäßig zum Einsatz, daher stand bereits im Sommer ein Abgang von den Wölfen im Raum. Die neue Vereinsführung um Trainer Oliver Glasner vermittelte dem Spielmacher, ein „zentraler Bestandteil der Planungen“ zu sein. Bislang findet der neue Coach in seinem System jedoch keine Verwendung für den Zehner.

Wechsel im Januar?

Ich kann einfach nur jeden Tag Gas geben, was ich auch mache – und wenn meine Qualitäten wieder gefragt werden, versuche ich da zu sein“, sagt Malli über seine Situation. Auch FT erfuhr aus dem Umfeld des Spielers, dass er weiterhin geduldig auf seine Chance warten will. Allerdings ist der Geduldsfaden nicht endlos.

Kommt es zu einem vorzeitigen Wechsel im Januar? „Wie es jetzt weitergeht, kann ich nicht sagen, weil ich es auch nicht weiß“, sagt der türkische Nationalspieler, „klar ist auch, dass es für mich keinen Grund gibt, an mir zu zweifeln, weil ich hier mit die meisten Bundesliga-Spiele habe im Kader. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann.“

Klar ist, dass Malli sich im Winter Gedanken um seine Zukunft machen muss, sofern sich seine Situation nicht ändert. Sein Vertrag beim VfL läuft noch bis 2021.