Im Februar erlebte Javi Martínez quasi eine Renaissance. Nachdem Niko Kovac einige Spiele lang auf die Dienste des Basken verzichtet hatte, rückte er zum Champions League-Kracher gegen den FC Liverpool (0:0) zurück in die Startelf, räumte überragend ab und war bis Saisonende nicht mehr wegzudenken. Von Javi „Maschinez“ war sowohl in Fan- als auch in Fachkreisen die Rede.

Doch zu Beginn der aktuellen Spielzeit erlebte Martínez ein Déjà-vu. Schon wieder saß der 31-Jährige auf der Bank. Zuletzt elfmal in Folge. Vor der Niederlage gegen Hoffenheim (1:2) zeigte sich der Fanliebling sichtlich bedient ob seiner Reservistenrolle. Große Teile seiner Familie waren angereist und im Stadion, Co-Trainer Hansi Flick tröstete Martínez.

Chance in Augsburg?

Abgeschrieben ist Bayerns Nummer acht aber noch lange nicht. Die ‚tz‘ berichtet, dass der FCB einen Verkauf im Winter ausschließe, da man sich nach wie vor Martínez‘ Qualitäten bewusst sei. Entsprechend habe man dem Weltmeister von 2010, „signalisiert, dass er künftig wieder regelmäßiger auf dem Platz stehen wird“. Vielleicht schon am Samstag in Augsburg (15:30 Uhr)?

Für Martínez würde insbesondere eines sprechen: Die defensive Anfälligkeit der Bayern. 13 Gegentore in elf Partien sind ein ungewohnt hoher Wert. Martínez, der seine Qualitäten im Verteidigen hat, könnte die Probleme eindämmen. Zwar ist der Spanier im Kombinationsspiel mitunter ein Bremsklotz – steht dafür aber die Abwehr besser, würde sich eine Nominierung des Sechsers bezahlt machen. Wie schon im Februar gegen Liverpool.