Der beim Hamburger SV geplante Umbruch ist erst einmal vertagt. Aufgrund der sportlichen Bredouille greift Trainer Thorsten Fink vermehrt auf seine Routiniers zurück. Die beiden zum Saisonende scheidenden David Jarolím und Mladen Petrić sollen das Ruder herumreißen und die Hanseaten aus dem Abstiegssumpf befreien.

Ein weiterer alter Hase, der dem HSV in dieser Phase womöglich gut zu Gesicht gestanden hätte, ist Joris Mathijsen. Der Niederländer, der zuvor zu den Topverdienern zählte, machte allerdings im Sommer den Absprung. Ihn zog es zum neureichen FC Málaga – für rund 1,75 Millionen Euro, auf die Sportdirektor Frank Arnesen offensichtlich immer noch wartet.

Nach Informationen der ‚Bild‘ bleiben die Spanier die in drei Raten angelegte Ablöse bislang schuldig. Weder die 750.000, die per sofort fällig wurden, noch die weiteren 500.000 Euro, die Málaga im Herbst hätte zahlen müssen, landeten auf dem Konto der Hamburger. Arnesen habe nach erfolglosen Telefonaten mit Fernando Hierro, dem Manager der Andalusier, die FIFA eingeschaltet, berichtet die ‚Bild‘.

Der 31-jährige Mathijsen ist bei Málaga absoluter Stammspieler. Geldgeber Abdullah Bin Nasser Al Thani stattete den Nationalspieler mit einem Vertrag bis 2013 aus. Vor der Saison investierte der Katarer knapp 60 Millionen Euro in neues Personal – offensichtlich hat er sich damit etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt.