Seit Monaten ist Douglas Costa auf der Suche nach der Ausnahmeform, die ihn in seiner Anfangszeit beim FC Bayern München ausgezeichnet hatte. Seine raketenhaften Antritte dosiert der Brasilianer. Vor allem in wichtigen Partien wie zuletzt gegen Real Madrid, als er nach 70 Minuten für Franck Ribéry eingewechselt wurde, fehlt es ihm an Durchschlagskraft.

Mittlerweile herrschen Zweifel in München, dass Costa das Zeug hat, dauerhaft das Teilerbe der legendären Flügelzange Ribéry/Robben anzutreten. Die internationale Konkurrenz hat das längst mitbekommen und will sich diese Skepsis zunutze machen. Wie der ‚Daily Mirror‘ berichtet, könnte Tottenham Hotspur mit einem Angebot über umgerechnet rund 36 Millionen Euro an die Bayern herantreten. Dem Bericht zufolge machen sich die Spurs vor allem deshalb Hoffnung, weil Costa unzufrieden mit seinen geringen Einsatzzeiten sei.

Costa äußert Zweifel

Und ganz von der Hand zu weisen ist nicht, dass Costa mit einem Wechsel liebäugelt – ganz im Gegenteil. Zur Erinnerung: Anfang Februar sorgte der Außenstürmer mit bemerkenswerten Aussagen für Aufruhr an der Säbener Straße. Damals erklärte er in einem Interview mit der ‚Bild am Sonntag‘: „Wenn die Saison vorbei ist, werden wir uns hinsetzen und alles analysieren. Wir haben einige millionenschwere Angebote aus China bekommen und auch von großen Klubs aus Europa.“ Im Anschluss zitierte die englische ‚Sun‘ ihn außerdem mit den Worten: „Wir reden über meine Situation, ob ich hier bleibe oder einen anderen Klub finde, für den ich spielen kann. Ich bin nicht immer so glücklich hier.“

WunschdenkenFT-Meinung: Trotz der sportlichen Zweifel dürften die Bayern sich eigentlich hüten, Costa ziehen zu lassen. Schließlich benötigt man in jedem Fall Ersatz für Ribéry und Robben. Hinzu kommt, dass Gegenpart Kingsley Coman seit Monaten noch wesentlich weniger überzeugend auftritt. Klar ist aber auch, dass der Rekordmeister einen latent unzufriedenen Spieler nicht dauerhaft durchschleppen will.