Nach dem überraschendem Rauswurf bei Union Berlin am gestrigen Montag ist Jens Keller nun ein Kandidat auf den vakanten Trainerposten beim 1. FC Köln. Das berichtet der ‚Express‘.

Der Name des 47-jährigen Übungsleiters fiel demnach „auch gleich nach dem Aus am Geißbockheim“. Keller hatte die Eisernen, mit denen er auf Platz vier der zweiten Liga stand, im Sommer 2016 übernommen. Über seine Entlassung zeigte er sich fassungslos: „Ich bin geschockt und kann es nicht verstehen. Wir waren in der vergangenen Woche noch in guten Gesprächen über einen neuen Vertrag.“

Für ein mögliches Engagement des gebürtigen Stuttgarters beim Kellerkind der Bundesliga spreche auch, dass sich dessen Wohnsitz in Lohmar, also in unmittelbarer Nähe zu Köln befindet. Zudem kenne er FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart und war bereits als Spieler für die Geißböcke aktiv.

Berater Eichin öffnet die Tür

Keller-Berater Thomas Eichin, ehemals Sportchef bei Werder, bezog auf ‚Sky‘ inzwischen Stellung zu dem Gerücht aus Köln: „Jens ist sicher ein gefragter Mann, er hat schon auf Schalke gezeigt, dass er auch in einem aufgeregteren Umfeld ruhig seinem Job nachgeht“. Keller habe vor seiner Entlassung schon Anfragen aus der Bundesliga abgelehnt, um mit Union den Aufstieg anpeilen zu können.

Zudem seien „jetzt auch nicht so viele geeignete Trainer auf dem Markt“. Einen Zusammenhang zwischen den Entlassungen beim FCU und dem Effzeh könne er sich „nicht vorstellen“.

Hoch gehandelt wird darüber hinaus Markus Anfang von Zweitliga-Spitzenreiter Holstein Kiel. „Bei der derzeitigen Marktlage werden wir unseren Trainer unter zehn Millionen Euro nicht abgeben“, kommentierte Kiels Präsident Steffen Schneekloth unlängst das Werben der Domstädter um Anfang. Bis Winter leitet Stefan Ruthenbeck das Training der Profis, der aber betonte, „es ist nur bis Winter angedacht. Punkt“.