Sollte es am Ende die Champions League-Gruppenphase werden, sind der Borussia Einnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro garantiert. Mit einem drei Mal ausverkauften Stadion können die Verantwortlichen wohl ebenfalls planen. Rechnet man den Erlös aus dem bevorstehenden Transfer von Max Kruse hinzu, haben Max Eberl und Lucien Favre eine nette Summe zusammen, um den Kader weiter zu verstärken.

Mit Filip Daems, der seine Karriere in der belgischen Heimat ausklingen lassen wird, verlässt ein verdienter Spieler die Borussia. Sportlich hatte der 36-Jährige zuletzt nicht mehr den größten Stellenwert. Dennoch wird sich auf der Linksverteidigerposition im Sommer wohl etwas tun. Mit Oscar Wendt haben die Gladbacher nur eine gelernte Option für diese Seite. Zwar stehen mit Fabian Johnson und Álvaro Domínguez zwei weitere Spieler im Kader, die diese Position bekleiden können, beide werden jedoch auf anderweitig benötigt.

„Bringe einen guten Jungen hierher“

Wendt ist mit seinen 29 Jahren auch nicht mehr der jüngste, sodass zumindest langfristig ein neuer Mann nachrücken muss. Die ‚Rheinische Post‘ bringt den Namen Ventura Alvarado ins Spiel. Der 22-Jährige kickt derzeit in Mexiko für CF América. Der Kontakt zum US-amerikanischen Nationalspieler soll über den ehemaligen Borussen-Stürmer Rob Friend enstanden sein, der mittlerweile als Berater tätig ist. „Ich bringe einen guten Jungen aus Amerika hierher“, so der Kanadier.

Im Juni spielt die US-Nationalmannschaft mit Trainer Jürgen Klinsmann in den Niederlanden und Deutschland. Eine passende Gelegenheit um sich von den Qualitäten des potentiellen Neuzugangs zu überzeugen. Eines hat Alvarado den meisten Borussen bereits voraus. Er hat schon Champions League gespielt – und sie in diesem Jahr mit CF América gewonnen.