Beim späten Ausgleich gegen Eintracht Frankfurt ließ es Serge Gnabry mal wieder aufblitzen. Pfeilschneller Antritt, starke Körpertäuschung und den Blick für den gut postierten Nebenmann. Mark Uth brauchte am Ende nur noch den Fuß hinzuhalten.

Solche Szenen von Gnabry waren in den vergangenen Monaten Mangelware. Zwei schwierige Verletzungen setzen den Sprinter zuletzt außer Gefecht. „Wir haben bei ihm bewusst etwas länger gewartet – damit er im besten Fall das spielen kann, was er heute gespielt hat“, erläutert Alexander Rosen gegenüber dem ‚kicker‘.

Mittelfristige Pläne mit Gnabry?

Hoffenheims Sportdirektor lässt durchblicken, dass man im Kraichgau mittelfristige Pläne mit Gnabry verfolgt. „Vielleicht wird die Leihe verlängert“, orakelt Rosen. Eigentlich ist Gnabry nur bis zum Saisonende vom FC Bayern München geborgt, ist aber sehr darauf bedacht, einen sinnvollen Karriereweg zu beschreiten. Käme ein endgültiger Wechsel an die Säbener Straße aus Sicht des 22-Jährigen zu früh, würde er sich sicherlich mit den Bayern-Bossen zusammensetzen.

PlausibelFT-Meinung: Dort wird vieles davon abhängen, welche Art von Transfermarkt man im kommenden Sommer anstrebt. Es gilt, Franck Ribéry und Arjen Robben zumindest teilweise zu ersetzen. Käme ein Weltstar, hätte Hoffenheim gute Argumente, die Leihe um ein Jahr zu verlängern. Und man kann erahnen: Lässt man Gnabry ausreichend Zeit, sein schlummerndes Ausnahmetalent zu entfalten, winkt den Bayern in eineinhalb Jahren die Rückkehr eines gereiften Topspielers.