Mit den 19-jährigen Ousmane Dembélé und Emre Mor verpflichtete Borussia Dortmund im vergangenen Sommer zwei der vielversprechendsten Talente Europas. Geht es nach dem Willen der BVB-Verantwortlichen, könnten die beiden Youngsters bald Gesellschaft bekommen. Denn nach Informationen von ‚France Football‘ haben die Schwarz-Gelben die Fühler nach dem nächsten Juwel ausgestreckt.

Vergleiche mit Henry

Kylian Mbappé von der AS Monaco steht laut der französischen Zeitung auf der Wunschliste für den kommenden Sommer. Der 18-Jährige gilt als größtes Talent der Grande Nation. Manch einer vergleicht Mbappé gar mit Frankreich-Legende und Monaco-Eigengewächs Thierry Henry.

Die Anlagen sind ähnlich, wie FT-Korrespondent Alexis Pereira beschreibt: „Er beeindruckt mit technischer Finesse, Schnelligkeit, ob mit oder ohne Ball am Fuß, und weiß, wo das Tor steht. Seine Spielintelligenz und sein Passspiel sind hervorragend.“ Sowohl im Sturmzentrum als auch über die Flügel kann der Rechtsfuß agieren, wäre aber auch prädestiniert für die Rolle hinter den Spitzen.

Star der U19-EM

Eine erste Kostprobe seiner Leistungsfähigkeit präsentierte Mbappé dem internationalen Publikum bereits im vergangenen Sommer. Bei der U19-Europameisterschaft in Deutschland räumte er mit seinen Franzosen souverän den Titel ab. Persönliche Bilanz: Fünf Tore und eine Vorlage.

13 Scorerpunkte in 17 Partien stehen in dieser Saison derweil im Monaco-Trikot auf der Habenseite des Teenies. Vor allem deswegen eine starke Statistik, weil Mbappé häufig nur zu Teileinsätzen kommt. Doch die Monegassen bauen auf den Angreifer. Sein Vertrag läuft bis 2019, zudem ist die Zukunft der umworbenen Außenstürmer Thomas Lemar und Bernardo Silva fraglich.

FT-Meinung: Mbappé ist ohne Zweifel eines der größten Talente seines Jahrgangs. Dass der BVB mit dieser Gattung von Spielern umgehen kann, zeigt nicht nur das Beispiel Dembélé. Klar ist aber auch, dass die Konkurrenzsituation in der Dortmunder Offensive derzeit groß ist. Langfristig – auch mit Blick auf ein Ende der Aubameyang-Ära – könnte das Thema Mbappé aber mehr als interessant werden. Wenn auch nicht ganz billig: Im vergangenen Sommer ist Manchester City angeblich mit einer 40-Millionen-Euro-Offerte abgeblitzt.