Wie hartnäckig die Führungsetage von Athletic Bilbao sein kann, musste der FC Bayern München in der abgelaufenen Transferperiode leidvoll erfahren. Letztlich verpflichtete der deutsche Rekordmeister Wunschspieler Javi Martínez. Doch der Verein ist um 40 Millionen Euro ärmer, dafür die Verantwortlichen um einige graue Haare reicher.

Ähnliches blieb dem 1. FC Nürnberg im vergangenen Jahr erspart. Dabei zeigte auch der ‚Club‘ nach Informationen der ‚Bild‘ Interesse an Martínez. Chefscout Christian Möckel hatte den Mittelfeldspieler bei der U21-EM 2011 in Dänemark entdeckt und das Ausnahmetalent empfohlen. Daraufhin fragte Manager Martin Bader bei Athletic an, bekam allerdings die Antwort, Martinez sei erst „ab 20 Millionen aufwärts zu haben“.

Da mussten wir natürlich Abstand nehmen, sonst würden wir uns ja lächerlich machen“, blickt Bader zurück. Für das zentrale Mittelfeld kam schließlich ablösefrei Markus Feulner und spielte eine solide Saison. Letztlich war der ehemalige Bayern-Profi die deutlich günstigere Lösung – aber wohl auch die sportlich unattraktivere.